Licht aus bei der „Earth Hour“
Hannover beteiligt sich an weltweiter Klimaschutz-Aktion am 28. März

Hannover. Die Landeshauptstadt Hannover beteiligt sich erneut an der internationalen Klimaschutzaktion „Earth Hour“ des World Wide Fund For Nature (WWF). Am Sonnabend, 28. März, von 20.30 bis 21.30 Uhr werden an zahlreichen öffentlichen Gebäuden, Plätzen und Wahrzeichen die Lichter ausgeschaltet. Ziel ist es, gemeinsam mit Städten weltweit ein sichtbares Zeichen für mehr Klimaschutz und einen bewussteren Umgang mit Energie zu setzen.

Hintergrund der Aktion ist eine sich weiter zuspitzende Klimasituation. Bereits 2024 wurde ein kritischer Schwellenwert überschritten: Erstmals lag die globale Durchschnittstemperatur über einen Zeitraum von zwölf Monaten hinweg mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Auch 2025 zählt nach aktuellen Auswertungen des EU-Klimadienstes Copernicus zu den wärmsten Jahren seit Beginn der Messungen. Insgesamt lagen die vergangenen drei Jahre dauerhaft über dieser Marke.

Die Folgen dieser Entwicklung zeigen sich weltweit zunehmend deutlich. Extremwetterereignisse nehmen weiter zu, darunter Starkregen und Überschwemmungen wie zuletzt in Kenia und Brasilien. Gleichzeitig leiden Regionen wie Ostafrika unter anhaltender Dürre, während in Nordamerika und Südeuropa großflächige Waldbrände auftreten. Vor diesem Hintergrund bleibt der Handlungsdruck hoch. Fachleute gehen davon aus, dass das 1,5-Grad-Ziel bereits gegen Ende des Jahrzehnts dauerhaft überschritten werden könnte, wenn keine wirksamen Maßnahmen zur Emissionssenkung ergriffen werden.

Die Stadt Hannover verfolgt eigene ehrgeizige Ziele und strebt bis 2035 Klimaneutralität an. Grundlage ist ein umfassendes Klimaschutzprogramm mit 53 Maßnahmen. Dazu zählen unter anderem der Ausbau der Fernwärme, höhere energetische Standards im Neubau, die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Förderung klimaverträglicher Mobilität.

Die „Earth Hour“ soll diese Bemühungen unterstützen, indem sie Aufmerksamkeit schafft und zur Beteiligung anregt. In Hannover werden entlang des Friedrichswalls bis zum Hohen Ufer sowie an weiteren markanten Orten im Stadtgebiet die Außenbeleuchtungen abgeschaltet. Betroffen sind unter anderem prägende Bauwerke wie die Marktkirche, das Neue Rathaus, die Oper oder das Leineschloss. Auch zahlreiche Kirchen, Museen und öffentliche Einrichtungen beteiligen sich an der Aktion. Darüber hinaus engagieren sich Unternehmen, Organisationen und Kirchengemeinden.

Neben der symbolischen Wirkung richtet sich der Aufruf ausdrücklich auch an private Haushalte. Sie können sich beteiligen, indem sie zur gleichen Zeit das Licht ausschalten und ihren Energieverbrauch bewusst reduzieren. Schon einfache Maßnahmen wie das Herunterdrehen von Thermostaten, das Abschalten nicht benötigter Geräte oder der sparsame Umgang mit Wasser können einen Beitrag leisten.

Die „Earth Hour“ gilt als eine der größten weltweiten Klimaschutzaktionen. Seit ihrem Beginn im Jahr 2007 in Australien hat sie sich zu einer globalen Bewegung entwickelt, an der sich inzwischen mehr als 7000 Städte in über 180 Ländern beteiligen. Für eine Stunde werden bekannte Gebäude und Sehenswürdigkeiten rund um den Globus verdunkelt – vom Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York bis zu den Pyramiden von Gizeh. REDWeitere Informationen
zur Aktion sind unter
wwf.de/earthhour abrufbar. Unter dem Link finden sich
zudem unkomplizierte und
alltagstaugliche Ideen zur Earth Hour mit dem Potenzial,
gemeinsam etwas zu bewegen.
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