Das trägt man heute
Neue Modelle, neue Features und neue Gadgets: Die aktuelle Frühjahrsmode macht Lust aufs Radfahren.

Der Radweg wird zum Laufsteg: Mit den neuen Fahrradmodellen lässt sich im Frühjahr komfortabel und schick durchstarten.Foto: IMAGO/Maskot

Wenn die Frühlingssonne lacht und die Temperaturen klettern, werden Fahrradwege zu Laufstegen: Jetzt sind vermehrt Produktneuheiten zu bestaunen. Was „tragen“ Radlerinnen und Radler diese Saison? Was sind die aktuellen Trends? Wohin geht die (Fahrrad)-Reise? Hier ein Überblick:

Der Trend zu E-Bikes bleibt ungebrochen. Sie haben inzwischen einen Marktanteil von weit mehr als 50 Prozent erobert und setzen sich in allen Segmenten durch. Motoren finden sich lange schon in Treckingrädern und Citybikes, jetzt aber auch vermehrt in Kinderfahrrädern und sogar in Rennrädern. Das Scott Fastlane zum Beispiel besitzt einen kompakten TQ-Motor, der zwischen den Pedalen verschwindet. Der Akku ist im Carbonrahmen integriert. Das Gewicht des Rades beträgt lediglich knapp zehn Kilogramm. Nicht nur optisch, sondern auch vom Fahrverhalten unterscheidet es sich kaum von unmotorisierten Rennrädern. In der einfachen Version kostet es ab 6799 Euro. Auch technische Features wie elektronische Schaltungen werden immer häufiger verbaut, darunter einige mit Automatik. Das Pinion-Schaltgetriebe Smart-Shift ermöglicht elektronische und semi-automatisierte Gangwechsel – ideal für welliges Offroad-Terrain, das schnelles Schalten erfordert. Die Sicherheit erhöhen die Akku-Blinker Turntec T2 von Busch + Müller. Sie werden an den Lenkerenden verbaut und mit dem Handballen bedient. Der Akku-Scheinwerfer Ixon Core Highbeam besitzt eine Fernlichtfunktion und erweitert bei Bedarf in dunklen Passagen das Sichtfeld.

Nach einem Diebstahl hilft die eBike Flow App von Bosch dabei, das Fahrrad wiederzufinden. Unter anderem Händler erhalten einen Warnhinweis, wenn sie das Fahrrad warten sollen oder es ihnen zum Weiterverkauf angeboten wird. Einige Räder bieten zudem Features wie eine Reifendruck-Überwachung oder eine Radarwarnung, die herannahende Fahrzeuge erfasst.

Hauptsache, es fährt – das war früher: Heute gleiten topausgestattete und ultrakomfortable SUV-Bikes über Straßen und auch holprige Wege. Das Sinus FS R5f Pro von Winora (ab 6299 Euro) etwa kommt mit einer Vollfederung und breiten Reifen daher. Die Sattelstütze kann per Knopfdruck ein- oder ausgefahren werden. Damit fällt das Auf- und Absteigen leichter. Immer mehr Modelle setzen auf tiefe Einstiege und damit auf mehr Bequemlichkeit. Das Tresalo 5 von Viktoria Bikes ist mit Rücktrittbremse erhältlich, was der Gewohnheit vor allem älterer Menschen entgegenkommt. Mit rund 3000 Euro ist es zudem vergleichsweise günstig.

Ab 4799 Euro beträgt der Einstiegspreis des Charger 5 von Riese & Müller. Dafür gibt’s einen Bosch-Motor, einen 600-Wattstunden-Akku, Kettenschaltung und klassisches Design. Wer auf Highend-Ausstattung Wert legt, kann für knapp 2000 Euro mehr die Motor-Getriebe-Einheit MGU von Pinion, Carbonriemen und einen 800-Wattstunden-Akku ordern.

Ob Straße, Schotterweg oder Singletrail – das Gravelbike macht in fast jedem Gelände eine gute Figur. Das gilt für Räder von der Stange ebenso wie für Nischenprodukte: Die kleine Fahrradschmiede Kocmo legt Wert auf Langlebigkeit und geringen Wartungsaufwand. Dafür stehen bei dem Modell Daytona Pi Smart ICR der unverwüstliche Titanrahmen, das verkapselte Pinion-Getriebe und der Riemenantrieb. Die Kabel sind im Rahmen verlegt. Das Rad ist ab 6700 Euro zu haben. Wer gravelt, ist mitunter lange unterwegs – sei es im Urlaub oder auf mehrtägigen Radrennen. Für solche Touren ist das Camino Pro Di2 von Stevens mit elektronischer Shimano-Gangschaltung gut geeignet. Dank Carbonrahmen wiegt es gerade einmal 8,5 Kilogramm. Der Einstiegspreis beläuft sich auf 4299 Euro. Für fast jedes Mobilitätsbedürfnis gibt es mittlerweile eine Lösung: Größere Lasten können zum Beispiel mit dem Cargo P12 ZR Maxi des Herstellers I:sy transportiert werden. Mit seinen 20-Rädern ist es antriebsschnell und wendig. Die Aufbauvariante Cab verwandelt das Cargobike in ein Eltern-Fahrradtaxi, mit dem zwei Kinder sicher und trocken befördert werden können. Es ist ab 7299 Euro erhältlich.

Große Flexibilität bieten Anhänger. Im Lykke von Croozer finden zwei Kinder und Gepäck Platz. Der Verwandlungskünstler kann schnell am Fahrrad montiert und mit wenigen Handgriffen zum Kinderwagen umfunktioniert werden. Wenn der Anhänger nicht benötigt wird, lässt er sich auf eine Breite von 40 Zentimetern zusammenfalten. Der Preis beträgt ab 1200 Euro. Auch Menschen mit Bewegungseinschränkungen können mit dem Fahrrad mobil sein: Das Cargo Gretel (ab 7400 Euro) des Herstellers Bernds ist kippstabil, hat einen sehr tiefen Einstieg, ermöglicht eine aufrechte Sitzposition und hält viel Stauraum vor. Das Scorpion fx26 von HP Velotechnik ist ein komfortables Liegerad mit Wetterschutzhaube. Daran können einige Satteltaschen befestigt werden. Erhältlich ist das Trike ab 4790 Euro.

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