Schulen sammeln Elektroschrott
Bewerbungen für den „Elektro-Cup“ sind noch bis zum 22. November möglich

Es geht ans Sammeln: Schülerinnen und Schüler sind mit viel Engagement dabei.Foto: Das macht Schule / Nina Gruetzmacher
Hannover. Alte Handys liegen ungenutzt in Schubladen, ausrangierte Toaster verschwinden im Keller und defekte DVD-Player werden oft über Jahre aufbewahrt. Dabei könnten viele dieser Geräte fachgerecht entsorgt und ihre wertvollen Rohstoffe wiederverwertet werden. Um das Bewusstsein für den Umgang mit Elektroschrott zu stärken, sollen sich im kommenden Februar zehn Schulen aus Hannover an einem besonderen Wettbewerb beteiligen. Für den sogenannten Elektro-Cup können sich Schulen noch bis Sonntag, 22. November, bewerben.

Hinter der Aktion steht die gemeinnützige Initiative „Das macht Schule“, die mit dem Wettbewerb Umweltschutz und praktisches Lernen miteinander verbinden will. Vier Wochen lang sammeln Schülerinnen und Schüler aus den teilnehmenden Schulen ausgediente Elektrogeräte in ihrer Nachbarschaft. Dazu gehören beispielsweise Mobiltelefone, Wecker, Toaster und DVD-Player. Für die gesammelten Geräte erhalten die Teams Punkte. Die erfolgreichste Gruppe wird mit einem Ausflug ins Universum Bremen belohnt.

Der Wettbewerb greift ein bundesweites Problem auf. Nach Angaben der Initiative fallen in Deutschland jährlich rund 1,7 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Allerdings wird bislang weniger als ein Drittel davon gesammelt. Die Sammelquote liegt demnach bei lediglich 31,7 Prozent und damit deutlich unter der vorgeschriebenen Zielmarke von 65 Prozent. Zudem ist die Quote rückläufig. Zahlreiche ausgediente Geräte bleiben in Privathaushalten liegen oder gelangen auf problematischen Wegen ins Ausland.

Genau hier setzt der Elektro-Cup an. Die Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur selbst Elektroaltgeräte zusammentragen, sondern auch Menschen in ihrem persönlichen Umfeld für das Thema sensibilisieren. Indem sie Nachbarn und Familien ansprechen, tragen sie dazu bei, dass ungenutzte Geräte aus den Haushalten abgegeben werden. Gleichzeitig erfahren sie, welche Bedeutung ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen hat.

An dem Wettbewerb können Schülerinnen und Schüler der vierten bis siebten Klassen teilnehmen. Pro Schule ist eine Gruppe von 15 bis 35 Kindern und Jugendlichen vorgesehen. Aus allen Bewerbungen werden zehn Schulen ausgewählt, die im Februar gegeneinander antreten.

Die organisierende Initiative „Das macht Schule“ unterstützt seit 2007 bundesweit Schulen bei praxisorientierten Vorhaben. Im Mittelpunkt stehen Projekte, die eigenständiges Handeln, soziale Verantwortung und Nachhaltigkeitsbewusstsein fördern. Darüber hinaus vermittelt die gemeinnützige Organisation gebrauchte Computertechnik aus Unternehmen kostenlos an Schulen. Finanziert wird ihre Arbeit durch Stiftungen und Spenden.
RED

Schulen aus Hannover, die beim Elektro-Cup mitmachen möchten, können sich bis Sonntag, 22. November, online unter das-macht-schule.net/elektro-cup bewerben. Die Teilnahme am Wettbewerb ist auf zehn Schulen begrenzt.

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