Großeinsatz: 3.500 Tonnen Laub müssen von Hannovers Straßen
Die Stadtreinigung ist mit 280 Beschäftigten im Herbsteinsatz. Doch nicht überall ist aha zuständig: Auch Grundstückseigentümer müssen Laub beseitigen – sonst drohen Bußgelder

Rund 280 Beschäftigte der Stadtreinigung sind im Herbst in Hannover im Einsatz, um Straßen und Wege von Laub zu befreien.Foto: Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover
Hannover. Auf Straßen, Radwegen und Gehwegen sammelt sich derzeit das Herbstlaub. Für die Stadtreinigung der Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) bedeutet das einen Großeinsatz: Rund 3.500 Tonnen Laub müssen zwischen Oktober und Dezember im Stadtgebiet beseitigt werden. Das entspricht nach Angaben des Unternehmens etwa 250 Lkw-Ladungen. Doch nicht überall übernimmt aha die Arbeit. Auf den Gehwegen sind in der Regel die jeweiligen Grundstückseigentümer für die Reinigung verantwortlich.

Für den Einsatz hat aha rund 280 Beschäftigte eingeplant. Sie sind mit 55 Kehrmaschinen, 60 Laubpustern und 160 Besen unterwegs. Hinzu kommen neue Großlaubsauger, mit denen sich größere Mengen Laub aufnehmen lassen. Wo und wann die Reinigungstrupps eingesetzt werden, hängt unter anderem vom Wetter, der Verkehrslage und der Menge des gefallenen Laubs ab.

Die Entfernung der Blätter dient nicht nur der Sauberkeit, sondern auch der Verkehrssicherheit. Vor allem nasses Laub kann auf Geh- und Radwegen zur Rutschgefahr werden. Zudem können Blätter Hindernisse verdecken oder Regenabläufe verstopfen, sodass sich bei Niederschlägen Wasser auf den Straßen sammelt.

Wer als Grundstückseigentümer seiner Reinigungspflicht nicht nachkommt, muss mit Konsequenzen rechnen. Die Straßenreinigungssatzung und die Straßenreinigungsverordnung sehen bei Verstößen Bußgelder vor. Außerdem kann die Reinigung kostenpflichtig durch andere ausgeführt werden.

Für die Entsorgung des gesammelten Laubs stehen Privathaushalten mehrere Möglichkeiten offen. Kleinere Mengen können über die Biotonne oder den Laubsack entsorgt werden. Bis zu einem Kubikmeter Laub nehmen die Wertstoffhöfe, Deponien und Grüngutannahmestellen kostenlos entgegen.

Das gesammelte Laub wird überwiegend zu Kompost verarbeitet. Lediglich verunreinigtes Material muss als Straßenkehricht entsorgt werden. Auf den Deponien von aha können Privatpersonen bis zu 400 Kilogramm fertigen Kompost zum Pauschalpreis von 5 Euro erwerben.
RED


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