Zoo baut Solarstromerzeugung weiter aus
Neue Photovoltaikanlagen auf dem Parkplatz und dem Eingangsgebäude sollen jährlich mehr als 100.000 Kilowattstunden Strom liefern.
Auch die Zahl der Ladesäulen wird verdoppelt.

Sonnenstrom für den Zoo Hannover: Die bestehende Photovoltaikanlage auf dem Parkhaus wird durch weitere Solarmodule auf dem Parkplatz und dem Eingangsgebäude ergänzt. Die neuen Anlagen sollen jährlich rund 105.200 Kilowattstunden Stromerzeugen. Foto: Erlebnis-Zoo Hannover
Hannover. Der Zoo Hannover setzt beim Ausbau seiner Energieversorgung verstärkt auf Sonnenstrom. Auf dem Zoo-Parkplatz werden derzeit drei Carports mit Solardächern errichtet. Zusätzlich erhält das Dach des Eingangsgebäudes über dem Zoo-Shop eine Photovoltaikanlage. Gemeinsam sollen die neuen Anlagen künftig rund 105.200 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Die Region Hannover unterstützt das Vorhaben als Gesellschafterin des Zoos finanziell.

Mit dem Ausbau verfolgt der Zoo das Ziel, einen größeren Teil seines Energiebedarfs selbst zu decken und langfristig Betriebskosten zu sparen. „Der Erlebnis-Zoo Hannover zeigt einmal mehr, wie Klimaschutz und wirtschaftliches Handeln erfolgreich zusammenwirken können“, sagt Jens Palandt, Erster Regionsrat und Dezernent für Umwelt, Klima, Planung und Bauen der Region Hannover. Die Investitionen stärkten die Energieunabhängigkeit des Zoos und leisteten zugleich einen Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien.

Die drei neuen Solardächer auf dem Parkplatz erreichen zusammen eine Leistung von rund 63,6 Kilowattpeak (kWp). Das entspricht einem erwarteten Jahresertrag von etwa 55.800 Kilowattstunden. Die Anlage über dem Zoo-Shop soll weitere 49.400 Kilowattstunden jährlich beisteuern. Damit erweitert der Zoo seine bereits vorhandenen Photovoltaikflächen erheblich.

Die Nutzung der Sonnenenergie hat im Zoo inzwischen eine längere Geschichte. Bereits 2016 wurde auf dem Gemeinschaftsgebäude eine Photovoltaikanlage installiert, die jährlich etwa 49.000 Kilowattstunden Strom liefert. Im Jahr 2023 folgte eine weitere Anlage auf der Tribüne in der Kanadalandschaft Yukon Bay mit einem Jahresertrag von rund 34.000 Kilowattstunden.

Einen besonders großen Schritt machte der Zoo Ende 2024 mit der Installation von Solarmodulen auf seinem Parkhaus. Diese Anlage ist auf eine jährliche Stromerzeugung von rund 548.000 Kilowattstunden ausgelegt. Im Jahr 2025 kamen weitere 77 Module an der Fassade des Parkhauses hinzu. Sie verfügen zusammen über eine Leistung von 30,8 Kilowattpeak.

„Die Nutzung der Sonne ist ein wichtiger Bestandteil unseres Energiemanagements: Mit den neuen PV-Anlagen senken wir die Energiekosten weiter“, erklärt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. Auch bei künftigen Bauvorhaben soll die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien berücksichtigt werden. So sind weitere Photovoltaikflächen im Bereich der neuen Elefantenlaufhalle vorgesehen, deren Hochbau derzeit beginnt.

Neben der Stromerzeugung wird auch die Ladeinfrastruktur für Elektroautos ausgebaut. Der Energieversorger enercity verdoppelt die Zahl seiner Ladesäulen auf dem Zoo-Parkplatz von bislang sechs auf zwölf. Darunter befinden sich künftig zwei Ladesäulen mit einer Leistung von jeweils 25 Kilowatt.

Bis die neue Infrastruktur zur Verfügung steht, müssen Besucher allerdings Einschränkungen hinnehmen. Während der Bauarbeiten sind die vorhandenen Ladesäulen auf dem Zoo-Parkplatz nicht erreichbar. Die Arbeiten an den drei Solarcarports sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. RED
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