Die Moldau in neuem Licht

Die Kreuzkirche als Leinwand: Farbenfrohe Projektionen lassen bei „Flow“ die gotische Architektur in neuem Licht erscheinen.Foto: Eik Hentschke
Hannover. Die Musik eines tschechischen Komponisten trifft auf moderne Projektionstechnik: In der Kreuzkirche Hannover ist bis Sonntag, 20. Dezember, die Licht- und Klanginstallation „Flow“ zu sehen. Das Schweizer Künstlerkollektiv Projektil hat dafür Bedrich Smetanas sinfonische Dichtung „Die Moldau“ für die Show neu interpretiert.

Nach den Produktionen „Genesis“ und „Enlightenment“ nutzt das Kollektiv erneut einen historischen Kirchenraum als Schauplatz für eine multimediale Inszenierung. Die gotischen Gewölbe der Kreuzkirche werden dabei zur Projektionsfläche für bewegte Bilder, Farben und Lichtkompositionen. Durch die Verbindung mit der Musik entsteht eine rundum angelegte Bilderwelt, die den gesamten Innenraum einbezieht.

Inhaltlich folgt die 360-Grad-Installation dem Verlauf der Moldau von ihren Quellen bis zur Mündung. Landschaften, Wälder und nächtliche Szenen greifen Motive aus Smetanas Komposition auf und übersetzen sie in bewegte Bilder. Die Musik wurde vom Philharmonischen Orchester der Stadt Prag eingespielt und für die Produktion um elektronische Klänge, rhythmische Elemente und Soundeffekte ergänzt. So verbindet die Inszenierung die musikalische Vorlage aus dem 19. Jahrhundert mit zeitgenössischer Medienkunst.

Das Zürcher Kollektiv Projektil entwickelt seit Jahren audiovisuelle Produktionen für Kirchen und andere historische Gebäude. Seine Arbeiten wurden bereits unter anderem in New York, São Paulo und Brisbane gezeigt. Charakteristisch ist die Einbeziehung der vorhandenen Architektur, deren Formen und Strukturen durch die Projektionen hervorgehoben und verändert werden. Karten für „Flow“ kosten ab 15,90 Euro für Erwachsene und ab 9,90 Euro für Kinder ab vier Jahren. HR

Weitere Informationen und Tickets gibt es unter projektilexperiences.com/hannover.

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