Auf rund 6000 Quadratmetern Geschossfläche stehen der BBS 3 und der BBS ME künftig gemeinsam Werkstätten für die Berufsfelder Holz, Metall und Farbe zur Verfügung. Dazu gehören eine Holzwerkstatt mit Zuschnitt, eine Schweiß- und Metallwerkstatt mit Bereichen für Metallzuschnitt und Blechbearbeitung sowie CAD/CAM-Technik. Hinzu kommen Farbwerkstätten. Genutzt werden die Räume von Schülerinnen und Schülern der BBS 3 mit ihren Berufen am Bau sowie der auf Metall- und Elektrotechnik ausgerichteten BBS ME.
„Mit diesem Neubau setzen wir ein klares Signal für die Stärkung der beruflichen Bildung in unserer Region. Die modernen Werkstatträume ermöglichen eine praxisnahe und zeitgemäße Ausbildung in den gewerblich-technischen Berufen“, sagt Isabella Gifhorn, Dezernentin für Bildung, Kultur und Baumanagement der Region Hannover. Sie betont: „Gleichzeitig schaffen wir damit die Voraussetzungen, um den Fachkräftenachwuchs von morgen bestmöglich zu fördern.“
Für die beiden Schulen bedeutet der Neubau nicht nur zusätzliche und zeitgemäße Ausstattung. Sie teilen sich künftig einen Teil der Infrastruktur. Harald Meier, Leiter der BBS 3, sieht darin einen Vorteil für beide Einrichtungen: „Mit dem Werkstattgebäude setzt die Region Hannover als Schulträgerin ein deutliches Zeichen für den Stellenwert der beruflichen Ausbildung“, sagt Harald Meier, Leiter der BBS 3. „Die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit von BBS 3 und BBS ME setzen wir in den neuen Räumlichkeiten fort. Die gemeinsame Nutzung der Werkstätten schafft Synergien, von denen beide Schulen und vor allem unsere Schüler*innen profitieren.“
Auch bei Berufsorientierung und Berufsvorbereitung sollen die neuen Räume eine Rolle spielen. „Im neuen Werkstattgebäude können wir unseren Schüler*innen moderne Technik und aktuelle Technologien direkt zugänglich machen“, sagt Kai Brunschön, Leiter der BBS ME. „Gerade in der Berufsorientierung und Berufsvorbereitung eröffnet uns das die Chance, viele junge Menschen für die Gewerke zu begeistern.“
Bis zur Fertigstellung hatte sich das Konzept für das Gebäude allerdings verändert. Als die Planungen 2016 begannen, war zunächst vorgesehen, die Berufseinstiegsschule an diesem Standort zu bündeln. Im Zuge der Fortschreibung des Berufsschulkonzepts entschied sich die Region später dafür, die Einstiegsschulen jeweils bei ihren Berufsschulen zu belassen. Damit sollten Übergänge zwischen den Bildungsgängen erleichtert und die bestehenden Werkstätten unmittelbar angebunden werden. Das Raumprogramm musste daraufhin angepasst werden; zugleich verschob sich der Fertigstellungstermin.
Auch energetisch ist der Neubau auf einen niedrigen Verbrauch ausgelegt. Er wurde in Passivhausbauweise errichtet, verfügt über ein begrüntes Flachdach und eine Photovoltaikanlage. Einen Teil seines Energiebedarfs kann das Gebäude damit selbst decken.