Neuer Campus für IGS Bothfeld
Schule, Kultur und Sport wachsen bis 2031 zusammen

Der Neubau soll imdritten Quartal 2030fertiggestellt werden.Die Visualisierung zeigtden Blick in dasgeplante Schulgebäudeder IGS Bothfeld. Visualisierung:Büro „Gärtner+Christ“
Hannover. Am Hintzehof beginnt ein Neubau, der den Standort der IGS Bothfeld in den kommenden Jahren grundlegend verändert. Mit der Einrichtung der Baustelle startet am Donnerstag, 1. Oktober, der Bau eines neuen Bildungs-, Kultur- und Sportcampus. Das Vorhaben gehört zu den größten Schulbauprojekten der Landeshauptstadt Hannover. Rund 113 Millionen Euro werden in den neuen Standort investiert.

Neben einer neuen Schule entstehen eine Stadtteilbibliothek, ein Kulturtreff mit Musikschule sowie zwei Zweifeld-Sporthallen. Eine der Hallen wird mit einer Tribüne ausgestattet. Schule, Bibliothek, Kulturtreff und Sporthallen sollen künftig rund um einen zentralen Quartiersplatz angeordnet werden. Der Standort soll damit nicht nur der Schule, sondern auch kulturellen Angeboten, Sport und Begegnungen im Stadtteil zur Verfügung stehen.

Die neue IGS Bothfeld ist mit einer fünfzügigen Sekundarstufe I und einer vierzügigen gymnasialen Oberstufe geplant. Mit rund 15.900 Quadratmetern Bruttogrundfläche entfällt der größte Flächenanteil auf das neue Schulgebäude. Für die beiden Sporthallen sind zusammen rund 4.070 Quadratmeter vorgesehen. Die Stadtteilbibliothek soll etwa 1.690 Quadratmeter umfassen, der Kulturtreff rund 890 Quadratmeter.

Der neue Campus soll über den eigentlichen Schulbetrieb hinaus genutzt werden. Bibliothek, Kulturtreff, Musikschule und Sporthallen schaffen Platz für kulturelle Angebote, Vereins- und Freizeitsport sowie Veranstaltungen im Stadtteil. Rund um den zentralen Quartiersplatz sind außerdem begrünte Bereiche, Sitzmöglichkeiten und Fahrradstellplätze vorgesehen.

Gebaut wird in drei Abschnitten, während der Schulbetrieb weiterläuft. Bestehende Gebäude werden dabei erst zurückgebaut, wenn die entsprechenden Neubauten fertiggestellt und bezogen sind. So soll der Schulbetrieb während der gesamten Bauzeit weiterlaufen.

Im ersten Bauabschnitt entstehen die beiden neuen Sporthallen, der Kulturtreff mit Musikschule und die Stellplatzanlagen. Dieser Teil des Projekts soll bis zum vierten Quartal 2027 fertiggestellt werden. Anschließend kann die vorhandene Sporthalle zurückgebaut werden.

Danach folgt der zweite Bauabschnitt mit dem neuen Schulgebäude und der darin integrierten Stadtteilbibliothek. Dessen Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2030 vorgesehen.

Im dritten und letzten Bauabschnitt werden das bisherige Schulgebäude und die modularen Unterrichtsgebäude abgebrochen. Anschließend werden die Sport- und Freianlagen fertiggestellt. Der Abschluss des gesamten Projekts ist für das vierte Quartal 2031 geplant.

Bevor im Dezember 2026 die Hochbauarbeiten beginnen, sind auf dem Gelände verschiedene vorbereitende Arbeiten erforderlich. Die Baustelleneinrichtung startet im Oktober. Dazu gehören unter anderem Bauzäune und die Einrichtung des Baufeldes.

Am Reineckeweg werden Flächen für die Baustelleneinrichtung vorbereitet. Dort sollen Container für die Bauleitung sowie Besprechungs- und Sozialräume eingerichtet werden. Außerdem entsteht ein Interimsparkplatz.

Parallel wird die Versorgung der Baustelle mit Baustrom vorbereitet. Die dafür erforderlichen Anlagen entstehen auf dem Schulgelände hinter den Containern der Sekundarstufe II.

Gleichzeitig wird das eigentliche Baufeld freigemacht. Dazu gehören Rodungs- und Abbrucharbeiten, das Entfernen vorhandener Hindernisse und die Verlegung von Leitungen. Hinzu kommen erste Erdarbeiten und Anpassungen des Geländes.

Die Arbeiten sollen so organisiert werden, dass die Auswirkungen auf den laufenden Schulbetrieb und die Nachbarschaft möglichst gering bleiben. Vorgesehen sind außerdem Maßnahmen zum Schutz von Bäumen, Grünflächen und Boden. Auch die Belastungen durch Lärm und Staub sollen soweit wie möglich reduziert werden.

Für den Neubau sind auf Teilen des Geländes Eingriffe in den vorhandenen Baum- und Gehölzbestand notwendig. Bei der Planung wurde geprüft, welche Bäume erhalten werden können. Die Eingriffe in den Bestand wurden dabei auf das notwendige Maß beschränkt.

Notwendige Baumfällungen werden mit der zuständigen Baumschutzbehörde der Landeshauptstadt Hannover abgestimmt und stehen unter dem Vorbehalt der jeweiligen Genehmigungen.

Für Bäume und Gehölze, die nicht erhalten werden können, sind Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen vorgesehen. Sie sollen bei der späteren Gestaltung der Außenanlagen entsprechend den behördlichen Vorgaben berücksichtigt werden.

Auch bei der neuen Freiraumgestaltung soll der grüne Charakter des Standorts erhalten bleiben. Neben möglichst vielen vorhandenen Bäumen sind deshalb klimaangepasste und nachhaltige Begrünungen vorgesehen.

Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat dem Vorhaben im Januar einstimmig zugestimmt. Planung, Bau und Finanzierung erfolgen im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft. Auftragnehmer ist die OTTO WULFF Bauunternehmung GmbH aus Hamburg. Projektleitung und Steuerung liegen beim Fachbereich Gebäudemanagement der Landeshauptstadt Hannover.

Insgesamt werden rund 113 Millionen Euro in den Bildungs-, Kultur- und Sportstandort am Hintzehof 9 investiert. Neben modernen Räumen für den Schulunterricht soll der neue Campus damit auch Platz für Kultur, Sport und Begegnungen im Stadtteil bieten. Die Gesamtfertigstellung ist für das vierte Quartal 2031 vorgesehen. R/HR



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