Evakuierung in Misburg
Kampfmittelverdacht: Rund 17.500 Menschen müssen am Sonntag, 4. Oktober, ihre Wohnungen verlassen

Die Karte zeigt das von der Evakuierung betroffene Gebiet.Quelle: Feuerwehr Hannover / LHH
Hannover. Rund 17.500 Menschen in Misburg-Nord müssen am Sonntag, 4. Oktober, ihre Wohnungen verlassen. Grund sind zwei Verdachtspunkte auf Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg, die bei Sondierungsarbeiten im Bereich des geplanten Baugebietes Steinbruchsfeld-Ost entdeckt worden sind. Für die weitere Untersuchung und eine möglicherweise notwendige Entschärfung wird ein Sicherheitsbereich mit einem Radius von 1000 Metern eingerichtet.

Die Evakuierung beginnt am Sonntag ab 9 Uhr. Erst wenn der Gefahrenbereich vollständig geräumt und alle weiteren Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt sind, können die Fachleute die beiden Stellen näher untersuchen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, schließen sich die erforderlichen Maßnahmen zur Kampfmittelbeseitigung an. Nach bisheriger Planung ist deshalb erst in den Abendstunden mit einer Rückkehr in die Wohnungen zu rechnen.

Die Kampfmittelsondierungen stehen im Zusammenhang mit der geplanten Quartiersentwicklung Steinbruchsfeld-Ost im Stadtbezirk Misburg-Anderten. Die Untersuchungen sollen voraussichtlich bis Anfang Oktober laufen. Anschließend sind weitere Arbeiten zur Vorbereitung des Baugebietes vorgesehen, darunter Kanal- und Leitungsbau.

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