Im Mittelpunkt stehen diesmal individuelle Formen des Abschiednehmens und Gedenkens. Die Arbeiten zeigen unter anderem, welche Bedeutung Rituale in Zeiten der Trauer haben können, wie Erinnerungen bewahrt werden und auf welche Weise persönliche Wünsche bei einer Bestattung berücksichtigt werden können. Dabei geht es auch um die Frage, wie traditionelle Formen verändert und neu interpretiert werden können.
Seit der ersten Ausstellung zu diesem Themenfeld hätten sich der gesellschaftliche Umgang mit Tod und Trauer sowie die Vorstellungen von Bestattung deutlich gewandelt, heißt es von der Handwerksform. Persönliche Wünsche und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten spielten heute eine größere Rolle. Entsprechend zeigt die Ausstellung auch Objekte und Konzepte, die sich von einer traditionell eher schweren Symbolik lösen. Farben, leichtere Materialien und nachhaltige Ansätze finden dabei ebenso Eingang in die Gestaltung.Die Ausstellung soll unterschiedliche Perspektiven auf Verlust und Erinnerung sichtbar machen und Möglichkeiten zeigen, Abschiede persönlich zu gestalten. Neben den ausgestellten Arbeiten gehört dazu ein Rahmenprogramm mit praktischen und musikalischen Angeboten.
Am Sonnabend, 26. September, von 12 bis 16 Uhr sind Petra Weltle und Sonja Gaehle in der Handwerksform zu Gast. Bei ihren Näharbeiten werden Textilien verstorbener Menschen zu Erinnerungsstücken weiterverarbeitet. Den Abschluss des Begleitprogramms bildet am Freitag, 2. Oktober, ab 16.30 Uhr ein Konzert in der Ausstellung mit Johannes Mlodyschewski von Abschied Bestattungen Hannover.
„Trauer und Trost“ ist in der Handwerksform Hannover, Berliner Allee 17, zu sehen. Geöffnet ist dienstags bis freitags von 12 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 12 bis 17 Uhr. Sonntags, montags und an gesetzlichen Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen. Der Eintritt ist frei.