Die Beklebung an der Tür reicht hinunter bis zum Bürgersteig. „Erfahren Sie mehr zu unseren Themen“ steht da: Hausnotruf, Erste-Hilfe-Kurse, Pflege, Wohnen für Senioren, Kindertagesstätten, Soziale Begleitdienste, berufliche Karriere, ehrenamtliches Engagement… Die Zeit reicht nicht, um bis ans Ende der Liste zu kommen, denn plötzlich geht die Tür auf und eine Stimme sagt: „Kommen Sie doch herein!“
Wer Fragen zur Arbeit und den Angeboten der Johanniter in Hannover hat, kann diese jetzt auf kurzem Weg und im direkten Gespräch klären. An der Osterstraße 29 in Hannovers Innenstadt hat das Johanniter-Forum eröffnet. Es ist ein Ort, an dem Kundinnen und Förderer, Mitarbeitende und Ehrenamtliche der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) aufeinandertreffen und in einen Austausch gehen können.
„Wir verstehen uns als die Kümmerer, ein Kundenservice-center in Präsenz“, sagt Johanniter Matthias Manowsky. Gemeinsam mit Sabrina Kirchner, Elisabeth Koch und Jens Sawade stellt er das Team des Johanniter-Forums. Montag bis Freitag sind sie von 10 bis 16 Uhr in dem ebenerdigen Store, nicht weit entfernt vom Kröpcke, anzutreffen. Alle vier kennen sich gut mit den Angeboten der JUH wie den Notrufdiensten, Erste-Hilfe-Kursen oder in der ambulanten Pflege aus – oder wissen, wen sie anrufen müssen, um an eine schnelle Antwort zu gelangen. Zu den ersten Besuchern im Johanniter-Forum gehörte übrigens Johanniter-Regionalvorstand Torsten Bierbrauer, für den der Ort und die mit dem Forum verbundenen Ziele gut zusammenpassen: „Wir nutzen hier eine tolle Location in einer hervorragenden Lage zum Netzwerken und weiteren Sichtbarwerden in Hannover.“
Das Johanniter-Forum ist konzipiert als ein Ort für Begegnungen, Beratungen und Inspirationen. Auf rund 100 Quadratmetern bietet es eine zentrale Anlaufstelle für Kunden und alle, die eine Beratung oder Dienstleistung benötigen, für Fördermitglieder sowie alle, die auf der Suche nach einem unterstützenswerten Projekt sind, für Mitarbeitende sowie alle, die es noch werden wollen und für Ehrenamtliche und alle, die sich in Zukunft für eine gute Sache engagieren möchten.
Im ehrenamtlichen Engagement geht bei den Johannitern im Großraum Hannover übrigens eine ganze Menge. Das komplette Jahr über sind die Ehrenamtlichen im Bevölkerungsschutz, in der Versorgungsgruppe, der Rettungshundestaffel und den sozialen Begleitdiensten für einsame, demenziell erkrankte oder schwerstkranke Menschen im Einsatz. Die Motorradfahrer der Stauhilfe sichern noch bis Ende Oktober Liegenbleiber auf der Autobahn ab. Wenn der Winter naht, geht es bei den Ehrenamtlichen vom Kältehilfebus wieder los, sie versorgen dreimal pro Woche sozial Bedürftige auf der Straße mit Essen und heißen Getränken. Und wer erst noch ein ausgewachsener Helfer werden möchte, der trifft sich einmal pro Woche bei der Johanniter-Jugend.