Beliebt, aber giftig für Kinder
Auf bestimmte Zimmer- und Gartenpflanzen sollten Familien besser verzichten.

Achtung giftig: Wer ein kleines Kind mit Entdeckungslust hat, sollte genau prüfen, welche Pflanzen im Garten einziehen.Foto: Christin Klose/dpa

Kinder genießen die Pracht von Pflanzen manchmal anders als Erwachsene. Und zwar, indem sie die Gewächse anfassen – und sich gerne mal einen abgepflückten Teil davon in den Mund schieben. In den meisten Fällen ist das Verschlucken von Pflanzenteilen zwar harmlos, wie es von der Aktion Das Sichere Haus (DSH) heißt. Aber in so mancher beliebten Garten- oder Zimmerpflanze stecken giftige Bestandteile, die Beschwerden hervorrufen können.

Beliebte Zimmerpflanzen, die giftige Stoffe enthalten, sind die Monstera, die Hautreizungen und Schwellungen sowie Erbrechen und Durchfall verursachen kann. Auch bei der Efeutute drohen Schwellungen sowie Erbrechen und Übelkeit, Symptome wie Schwindel, Herzrasen und Ohnmacht sind ebenso möglich. Als sehr giftig gilt die Dieffenbachie; ihre scharfen Kristalle können schwere Entzündungen auf Haut, Schleimhäuten und im Auge auslösen.

Auch im Garten können sich für Kinder giftige Pflanzen befinden. Etwa die bei Kindern beliebten „Knallerbsen“ der Schneebeere, die bei Verzehr Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen können. Auch der Gemeine Efeu kann zu Magen-Darm-Beschwerden führen. So giftig, dass ein Verzehr lebensgefährlich wird, sind der Blaue Eisenhut oder die Engelstrompete.

Die Aktion DSH bietet online eine Giftpflanzendatenbank an – und auch eine Positivliste mit Pflanzen wie Rosen, Lavendel und Margeriten, die Eltern ruhigen Gewissens im Garten pflanzen können.

Hat das Kind doch von einer Pflanze mit giftigen Bestandteilen genascht, gilt für Eltern: Ruhe bewahren – und eventuell vorhandene Pflanzenreste aus dem Mund des Kindes angeln. Für eine Risikoeinschätzung rufen Eltern danach beim zuständigen Giftinformationszentrum an und haben Antworten auf folgende Fragen parat:

■ Um welche Pflanze geht es?■ Welche Teile der Pflanze hat das Kind gegessen?■ Wie viel hat das Kind gegessen?■ Wie lange ist es her, dass das Kind die Pflanzenteile gegessen hat?■ Wie alt und schwer ist das Kind?■ Starke Vergiftungssymptome wie Bewusstlosigkeit oder Atemnot sind ein Fall für den Notruf 112.
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