Für die Künstlerin ist die Arbeit am Raschplatz zugleich ein öffentlich sichtbares Projekt in ihrer Heimatstadt. Etaja arbeitet seit 2016 freischaffend und hat seit 2025 ein Atelier in der Nordstadt. Sie studierte Visuelle Kommunikation und Design und Medien an der Hochschule Hannover sowie Sozialwissenschaften an der Leibniz Universität Hannover. Ihre Arbeiten waren bereits mehrfach in Hannover zu sehen, darunter 2024 in der Ausstellung „Haltung“ im Gartensaal des Neuen Rathauses und 2022 im Kulturzentrum Pavillon.
Auch über Hannover hinaus hat sich Etaja mit Ausstellungen und Arbeitsaufenthalten einen Namen gemacht. In Bremen zeigte sie die Einzelausstellung „Florensische Beweisstücke“ und erhielt 2025 den ersten Platz beim Atelierkate Kunstpreis. Zudem absolvierte sie eine Artistresidenz im KUD Mreža Art Studio in Ljubljana. Im selben Jahr wurde sie in der NDR-Sendung „DAS!“ porträtiert.
Mit Etajas Beitrag wächst auf dem Raschplatz ein Kunstwerk weiter, das unterschiedliche Stilrichtungen und künstlerische Herkunft miteinander verbindet. Bereits vertreten sind DELTA aus den Niederlanden mit geometrisch-architektonischen Formen, der in Berlin lebende Künstler dendyden mit räumlichen Illusionen und perspektivischen Effekten sowie IOTA aus Belgien mit organischen Formen und bewegten Linien.
Gerade diese Mischung macht „Art Underground“ zu einem ungewöhnlichen Projekt im öffentlichen Raum Hannovers. Der Raschplatz wird dabei nicht lediglich zur Fläche für einzelne Kunstwerke, sondern selbst zum gestalteten Stadtraum. Internationale Positionen treffen dort auf die hannoversche Szene, unterschiedliche Bildsprachen liegen unmittelbar nebeneinander und sind ohne Eintritt oder Zugangsschwelle sichtbar.
Etajas Entwurf stärkt dabei besonders den lokalen Bezug des Projekts. Mit einer in Hannover ausgebildeten und arbeitenden Künstlerin erhält das großformatige Werk einen weiteren Bezug zur Stadt und ihrer Kulturszene. Zugleich zeigt „Art Underground“, wie Kunst einen stark frequentierten innerstädtischen Ort prägen und ihm eine eigene Identität geben kann. Das Projekt ist damit nicht nur eine Sammlung großformatiger Arbeiten, sondern auch ein sichtbares Zeichen für zeitgenössische Kunst mitten im Alltag der Stadt.