Viele Menschen empfinden den Garten als einen Rückzugsort und die Gartenarbeit als eine Möglichkeit, den stressigen Alltag mal draußen zu lassen und sich im wahrsten Sinne des Wortes die Hände schmutzig zu machen.
Das Gießen gehört dabei nur bedingt zu den Lieblingsbeschäftigungen. Gerade in Hitzeperioden kann das jede Menge Zeit und Wasser in Anspruch nehmen. Trockenresistente Pflanzen sind in dem Fall eine praktische und auch schön anzusehende Wahl für die Gartengestaltung. Viele sehen nicht nach struppigen Wüstenpflanzen aus, sondern haben wunderschöne Blüten.
Trockenresistente Pflanzen kommen zwar über längere Zeiträume mit wenig Wasser aus, aber besonders nach dem Einpflanzen oder im ersten Jahr benötigen auch diese Stauden ausreichend Wasser. Viel wichtiger als regelmäßiges Gießen ist jedoch der richtige Standort - sie brauchen meist einen Platz in der Sonne und einen gut durchlässigen Boden. Schwere, lehmhaltige Böden binden zu viel Wasser und diese Staunässe schadet den Pflanzen mehr als Trockenheit. Sand, Splitt oder ein leicht erhöhtes Beet können hier Abhilfe schaffen. Wir stellen Ihnen zwölf Stauden vor, die in deutschen Gärten gut wachsen und mit wenig Wasser auskommen.
Katzenminze: Sie besticht mit ihren langen Blütezeiten in Blau-, Violett- oder Lavendeltönen, seltener auch in Weiß oder Rosa. Sie zieht Bienen sowie Schmetterlinge magisch an und ist äußerst pflegeleicht. Nach einem Rückschnitt blüht sie häufig noch ein zweites Mal.Steppen-Salbei: Er überzeugt mit aufrechten Blütenkerzen in kräftigen Blau-, Violett-, Rosa- oder Weißtönen und bringt dadurch Höhe ins Beet. Die robuste Staude ist bienenfreundlich und blüht nach einem Rückschnitt oft ein zweites Mal. Braucht Sonne.Sonnenhut: Er ist ein echter Hingucker mit seiner markanten Blütenmitte und großen Blüten in klassischem Purpurrosa. Inzwischen sind aber auch weiße, gelbe, orangefarbene und rote Sorten verbreitet. Er ist besonders robust, liebt sonnige Standorte und bietet Bienen und Schmetterlingen eine wertvolle Nahrungsquelle. Bonus: Die Samenstände im Herbst und Winter sind sehr dekorativ.Schafgarbe: Weiß, Rosa, Rot, Gelb, Orange – die Schafgarbe gibt es in diversen Farbtönen und Wuchshöhen. Ihre filigranen Blätter und flachen Blütenteller verleihen Beeten eine natürliche Leichtigkeit und locken zahlreiche Insekten an. Genügsame Staude für sonnige Plätze.Prachtkerze: Die zarten, überwiegend weißen oder zartrosa Blüten der Prachtkerze blühen unermüdlich den ganzen Sommer. Sie verleiht Beeten eine besonders leichte, natürliche Wirkung. Eher für geschützte Plätze.Mädchenauge: Die vielen kleinen Blüten des Mädchenauges blühen überwiegend in leuchtendem Gelb, daneben sind auch goldgelbe, orangefarbene und rotbraun gezeichnete Sorten beliebt. Sie bringen den ganzen Sommer über Farbe ins Beet und ziehen Insekten an.Kugeldistel: Mit ihren auffälligen, kugelrunden Blüten in Stahlblau oder Silberblau setzt die Kugeldistel außergewöhnliche Akzente. Sie ist robust, gilt als Bienenweide und eignet sich zudem hervorragend als Schnitt- und Trockenblume.Gold-Wolfsmilch: Sie fällt im Frühjahr mit ihren leuchtend gelbgrünen Hochblättern auf und bringt früh Farbe in den Garten. Im Herbst färbt sich das Laub meist dekorativ rötlich. Vorsicht: Der Milchsaft ist reizend.Hohe Fetthenne: Sie speichert dank ihrer fleischigen Blätter ausreichend Wasser. Ihre großen Blütenschirme in Rosa- bis Purpurtönen blühen erst spät und bringen vor allem im Spätsommer und Herbst Farbe ins Beet.Sie bietet eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und Schmetterlinge, wenn andere Pflanzen bereits verblüht sind. Perfekt für jeden Bauerngarten.
Woll-Ziest: Vor allem wegen seiner silbrig-grauen, samtig-behaarten Blätter, die das ganze Jahr über attraktiv bleiben, wird Woll-Ziest geschätzt. Seine rosafarbenen bis violetten Blüten sind eher eine schöne Ergänzung. Wegen seiner langen, hängenden Blätter auch als Eselsohr oder Kaninchenohr bekannt. Reagiert empfindlich auf Staunässe, ansonsten aber äußerst pflegeleicht und bildet dichte, dekorative Teppiche.Purpurglöckchen: Sie sind vor allem wegen ihres Laubs beliebt, das in Farben von Limettengrün über Bernstein bis hin zu Purpur oder fast Schwarz erhältlich ist. Die langlebigen Blätter sorgen das ganze Jahr über für Struktur, während die zarten Blüten in Weiß, Creme oder Rosa ein hübscher Bonus sind. Achtung beim Kauf: Nicht jede Sorte ist gleich trockenheitsverträglich.Bergenien: Sie blühen überwiegend in Rosa, Pink, Purpurrosa oder Weiß. Besonders überzeugen Sie jedoch mit ihren großen, immergrünen Blättern, die sich im Winter häufig rötlich färben. Große Blätter mit einer starken Flächenwirkung.Und wie oft muss man nun gießen? Direkt nach dem Einsetzen muss die Pflanze gut eingeschlämmt und in den ersten Wochen ein- bis zweimal pro Woche gründlich gegossen werden. So wachsen die Wurzeln tiefer in den Boden.Im ersten Jahr sollte man bei längeren Trockenperioden regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf wässern. Anzeichen für fehlende Feuchtigkeit sind schlaffe oder eingerollte Blätter oder trockenes Erdreich bis einige Zentimeter unter der Oberfläche. Etablierte und eingewachsene Pflanzen müssen meist nur noch bei längeren Hitze- und Dürrephasen gegossen werden.