Im Jahr 1946 war der Alltag in Hannover von den Folgen des Zweiten Weltkriegs geprägt. Große Teile der Stadt waren zerstört, Wohnraum und Lebensmittel fehlten, zugleich kamen zahlreiche Flüchtlinge und Vertriebene an. Unter der Aufsicht der britischen Besatzungsmacht begann parallel der politische Neubeginn. Parteien, Gewerkschaften und freie Medien konnten ihre Arbeit wieder aufnehmen. Mit den ersten freien Kommunalwahlen erhielten die Einwohnerinnen und Einwohner erneut die Möglichkeit, über die Zusammensetzung der städtischen Vertretung mitzuentscheiden.
Die mobile und interaktive Ausstellung zeichnet diesen Übergang von Diktatur und Krieg zur demokratischen Selbstverwaltung nach. Auf sieben Stelen werden zentrale Entwicklungen des Jahres 1946 erläutert. Dazu gehören die Arbeit der ersten politischen Gremien, die Rückkehr freier Organisationen und der Aufbau neuer Verwaltungsstrukturen. Historische Fotografien dokumentieren unter anderem die erste Ratssitzung im Neuen Rathaus sowie die Zerstörungen in der Innenstadt.
Zugleich richtet die Ausstellung den Blick auf die Gegenwart. Sie greift die Bedeutung demokratischer Beteiligung, bürgerschaftlichen Engagements und persönlicher Verantwortung für das Gemeinwesen auf. „Hannover 1946“ gehört zur Reihe „HMH Geschichte unterwegs“, mit der das Historische Museum Themen der Stadtgeschichte an unterschiedlichen Orten präsentiert.
Während der Sommerferien ist die Ausstellung montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Ab Donnerstag, 13. August, gelten montags bis freitags Öffnungszeiten von 8 bis 20 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 11 bis 15 Uhr.
Kurator Carl Philipp Nies bietet am Dienstag, 11. August, sowie am Dienstag, 8. September, jeweils ab 12.30 Uhr einen Rundgang an.