Dem hannoverschen Bündnis gehören 25 Organisationen aus der Stadtgesellschaft an, darunter die Landeshauptstadt und die Region Hannover. Seit 2020 arbeiten sie gemeinsam daran, Lebensräume für Insekten zu schaffen, bestehende Flächen ökologisch aufzuwerten und diese besser miteinander zu verbinden.
Bei der Entscheidung bewertete die Jury unter anderem, welchen Beitrag die Projekte zur Wiederherstellung von Ökosystemen leisten und ob ihre Ansätze auch auf andere Orte oder Initiativen übertragen werden können. Für die Einwohner Hannovers ist die Arbeit des Bündnisses vor allem deshalb von Bedeutung, weil Insektenschutz nicht nur auf großen Naturschutzflächen stattfindet. Auch Flächen im direkten Wohnumfeld können so gestaltet und gepflegt werden, dass sie Insekten bessere Lebensbedingungen bieten. Das Bündnis will deshalb zeigen, welche Möglichkeiten Einzelpersonen, Einrichtungen und Vereine haben, selbst aktiv zu werden.
Dazu organisiert der Zusammenschluss gemeinsame Aktionen, Bildungsangebote und Informationsarbeit. In thematischen Arbeitsgruppen befassen sich die Mitglieder unter anderem mit der insektenfreundlichen Umgestaltung von Flächen, der Beobachtung von Insektenbeständen und der Umweltbildung. Die beteiligten Organisationen tauschen ihre Erfahrungen aus und entwickeln gemeinsam Ziele und Maßnahmen.
Für den bundesweiten Wettbewerb hatte eine Fachjury sechs Projekte ausgewählt. Je drei Auszeichnungen gingen an Vorhaben aus den Kategorien „Aktivierung“ und „Renaturierung“. Die ausgezeichneten Initiativen gelten als Best-Practice-Beispiele und liefern wichtige Impulse für die Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung in Deutschland.
Mit der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen 2021–2030 rufen die Vereinten Nationen dazu auf, sich verstärkt für die Erhaltung und die Rückgewinnung lebenswichtiger Ökosysteme einzusetzen.Weitere Informationen zum Insektenbündnis Hannover gibt es unter hannover.de/insektenbündnis-hannover.