Reisen mit Tieren
Hinweise der Region Hannover: Gut vorbereitet in den Urlaub

Urlaubszeit: Man sollte sich vor einer Reise auch über die Rückreisebedingungen informieren.Symbolfoto: Alex Kalinin / Pexels
Hannover. Wer in den Sommerferien mit Hund, Katze oder anderen Haustieren verreist, sollte nicht nur die Einreisebestimmungen des Urlaubslandes kennen, sondern auch die Vorschriften für die Rückkehr nach Deutschland. Denn fehlende Dokumente oder versäumte Fristen können dazu führen, dass Tiere an der EU-Außengrenze nicht einreisen dürfen. Die Region Hannover weist deshalb auf wichtige Regelungen hin, die Tierhalter vor Reiseantritt beachten sollten.

Innerhalb der Europäischen Union sind die Vorgaben vergleichsweise überschaubar. Hunde, Katzen und Frettchen benötigen einen gültigen EU-Heimtierausweis, müssen per Mikrochip gekennzeichnet und gegen Tollwut geimpft sein. Je nach Reiseziel können weitere Anforderungen hinzukommen. So verlangen einige Länder vor der Einreise eine Behandlung gegen bestimmte Parasiten.

Besondere Aufmerksamkeit erfordern Reisen in sogenannte nicht gelistete Drittländer außerhalb der EU. Dazu zählen unter anderem die Türkei, Tunesien oder Serbien. Wer von dort mit Hund oder Katze nach Deutschland zurückkehren möchte, braucht neben einer gültigen Tollwutimpfung auch den Nachweis, dass diese ausreichend wirkt. Dafür ist eine Blutuntersuchung zur Bestimmung der Tollwutantikörper erforderlich. Diese Untersuchung muss rechtzeitig vor der Ausreise durchgeführt werden. Wer sie versäumt, riskiert erhebliche Probleme bei der Wiedereinreise.

An den EU-Außengrenzen werden die vorgeschriebenen Unterlagen kontrolliert. Fehlen Nachweise, kann das Tier zunächst unter Quarantäne gestellt werden. Während dieser Zeit besteht kein Kontakt zu den Besitzern, Spaziergänge oder Besuche sind ausgeschlossen. Ziel ist es, die fehlenden Einreisevoraussetzungen nachträglich zu erfüllen. Gelingt dies nicht oder dauert das Verfahren zu lange, muss das Tier in das Herkunftsland zurückgebracht werden. Neben erheblichem organisatorischem Aufwand entstehen dadurch oft hohe Kosten.

Die Leiterin des Fachbereichs Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region Hannover, Dr. Petra Spieler, empfiehlt deshalb, sich nicht nur über die Einreise-, sondern ebenso über die Rückreisebedingungen zu informieren. So ließen sich unnötige Schwierigkeiten und Belastungen für Mensch und Tier vermeiden.

Die Hinweise gelten nicht ausschließlich für Hunde und Katzen. Auch wer mit Vögeln verreist, sollte sich frühzeitig über die jeweiligen Einreisevorschriften informieren. Für andere Tierarten wie Reptilien, Kaninchen oder Nagetiere gelten ebenfalls besondere nationale Bestimmungen, die je nach Reiseland unterschiedlich ausfallen können.

Zur Urlaubsvorbereitung gehört außerdem die Frage, ob Tiere aus dem Ausland mitgebracht werden sollten. Die Region Hannover rät ausdrücklich davon ab, spontan Welpen oder Kätzchen aus dem Urlaub mitzunehmen. Auch als sogenannte Flugpatin oder Flugpate Tiere für Dritte zu transportieren, kann problematisch sein. Für solche Fälle gelten zusätzliche Einreisevorschriften, die häufig nur mit erheblichem Aufwand erfüllt werden können oder eine Einreise sogar ausschließen.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich bereits einige Wochen vor Reisebeginn bei der Tierarztpraxis oder den zuständigen Behörden über die jeweils geltenden Vorschriften informieren. Je nach Reiseziel können Impfungen, Bluttests oder amtliche Bescheinigungen Vorlaufzeiten erfordern. So lassen sich unangenehme Überraschungen an der Grenze vermeiden und die Reise endet auch für den vierbeinigen Begleiter entspannt. RED
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