Das Rebhuhn ist an ein Leben am Boden angepasst. Sein braun-graues Gefieder tarnt es in Feldern, Wiesen und an Ackerrändern. Auffällig sind das rostfarbene Gesicht und der dunkle, hufeisenförmige Fleck auf der Brust. Außerhalb der Brutzeit leben Rebhühner häufig in kleinen Familienverbänden. Entscheidend für ihr Überleben sind Landschaften, die nicht ausgeräumt sind, sondern ausreichend Rückzugsräume und Nahrung bieten.
Mit der Haltung der Tiere will der Tiergarten nicht nur informieren. Langfristig ist vorgesehen, bei erfolgreicher Nachzucht Jungtiere für geeignete Wiederansiedlungs- und Auswilderungsprojekte bereitzustellen. Auf diese Weise soll der stark geschrumpfte Bestand in Hannover und der umliegenden Region gestützt werden. Zugleich soll das Projekt verdeutlichen, dass Artenschutz nicht nur seltene Tiere in fernen Lebensräumen betrifft, sondern auch Arten, die lange selbstverständlich zur heimischen Landschaft gehörten.Im zweiten Bereich der Voliere leben nun Fasane. Auch sie verbringen einen großen Teil ihres Lebens am Boden und nutzen Felder, Wiesen sowie Waldränder als Lebensraum. Ihre Nahrung besteht unter anderem aus Samen, Körnern, Insekten und jungen Pflanzenteilen. Wie Rebhühner sind auch Fasane auf Strukturen angewiesen, die Schutz und Nahrung bieten. Der Verlust von Hecken und Brachen, ein geringeres Nahrungsangebot durch Pflanzenschutzmittel, Fressfeinde und ungünstige Witterung während der Brutzeit erschweren die Fortpflanzung.
Mit dem Einzug der beiden Wildvogelarten knüpft der Tiergarten stärker an seinen Charakter als Wildpark an. Nach jahrelanger Haltung von Ziertauben und Hühnern rücken nun wieder Tiere in den Blick, die eng mit der heimischen Kulturlandschaft verbunden sind.
Der Tiergarten ist