Besonders in den Sommerferien kann die Tour ein unkompliziertes Angebot für Familien sein: Sie ist kostenlos, jederzeit nutzbar und lässt sich flexibel in den Ferientag einbauen. Zur Auswahl stehen zwei Routen. Die kürzere Variante dauert etwa 30 Minuten, die längere etwa 60 Minuten. Der „Lila Faden“ lädt dazu ein, genauer hinzusehen: auf Kirchen, Plätze, Türen, Nachbarschaften und auf Menschen, deren Arbeit und Erfahrungen mit dem sozialen Leben der Stadt verbunden sind.
Der Rundgang beginnt am Kröpcke. Dort lernen die Teilnehmenden eine erste Begleitperson aus der Welt der Diakonie kennen. Zugleich wartet ein Quiz rund um das Asphalt-Magazin, dazu eine Fotoaufgabe an der Kröpcke-Uhr. So wird aus einem vertrauten Treffpunkt ein Ort, an dem sich Stadtgeschichte, Gegenwart und soziale Themen miteinander verbinden. An der Marktkirche rückt die Kirche selbst in den Blick. Die App lenkt die Aufmerksamkeit unter anderem auf die besondere Tür mit ihren Darstellungen. Dazu gibt es Quizfragen und Anregungen, den Ort genauer wahrzunehmen.
Weitere Stationen führen zur Kreuzkirche und ins historische Kreuztorviertel. Dort geht es um die Geschichte des Viertels, aber auch um Themen wie bezahlbaren Wohnraum und soziale Teilhabe. Wenn die Kirche geöffnet ist, kann auch das Altarbild von Lucas Cranach betrachtet werden. Beim Diakonischen Werk Hannover kommt eine weitere digitale Begleitperson hinzu. Direkt nebenan befindet sich das älteste erhaltene Bürgerhaus der Stadt. Eine kleine Rechercheaufgabe lenkt den Blick auf das Logo der Diakonie. Nach dieser Station kann die kürzere Tour beendet werden.
Wer weitergeht, folgt dem „Lila Faden“ unter anderem in die Calenberger Neustadt. Dort steht die „Straße der Toleranz“ im Mittelpunkt, die vom Miteinander verschiedener Glaubensrichtungen erzählt. Am Waterlooplatz und an der Reformierten Kirche kommt ein weiterer Aspekt hinzu: die Geschichte der Kirche und der Blick auf ökumenische Essensausgabe und Solidarität. Zum Abschluss führt der Weg zur Aegidienkirche. Die Ruine steht für Geschichte, Erinnerung und stille Eindrücke mitten in der Stadt. Informationen zum Glockenspiel und seinen Zeiten runden die letzte Station ab. Der „Lila Faden“ endet damit nicht als klassischer Spaziergang von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit, sondern als kleine Entdeckungsreise durch Hannover – und dem Blick auf das, was eine Stadt zusammenhält.Die Tour wird über die Actionbound-App gespielt. Die App kann im App Store und bei Google Play heruntergeladen werden. In der App ist die Tour unter „Lila Faden – eine interaktive Stadttour durch Hannover“ zu finden.