Blaue Zone lädt zum Sommercamp ein
Zehn Tage Kunst, Kultur, Gespräche und gemeinsames Essen:
Auf dem PLATZprojekt gibt es ein kostenfreies Festival für Menschen ab 55 Jahren

Festival für die ältere Generation: Abends steht unter anderem „Wildes Tanzen“ auf dem Programm.Foto: Die Blaue Zone
Hannover. Ein Sommercamp muss nicht nach Zeltlager, Isomatte und Lagerfeuer riechen. In Linden kann es in diesem Sommer auch nach Holzwerkstatt, Tanzfläche und neuen Gesprächen klingen. Der Verein Blaue Zone – Kunst und Kultur im Alter lädt von Donnerstag, 30. Juli, bis Sonnabend, 8. August, zu einem kostenfreien Kunst- und Kulturfestival auf das PLATZprojekt, Fössestraße 103–105, ein. Das Angebot richtet sich an Menschen ab 55 Jahren, steht aber grundsätzlich allen Interessierten offen.

Geplant sind mehr als 50 Workshops, Aktionen und Veranstaltungen. Das Programm reicht von Kunst, Design und Schreiben über Musik, Theater und Bewegung bis zu Selbstfürsorge, Gesprächen über das Leben im Alter und praktischen Werkstattformaten. Professionelle Künstlerinnen und Künstler gestalten die Angebote gemeinsam mit ehrenamtlich Aktiven aus der Blauen Zone. Teilnehmende können einzelne Programmpunkte besuchen oder auch mehrere Tage beim Sommercamp verbringen.

Der Start ist am Donnerstag, 30. Juli. Um 15.45 Uhr beginnt ein gemeinsamer Spaziergang von der Haltestelle Wunstorfer Straße zum PLATZprojekt, um 17 Uhr wird das Sommercamp eröffnet. An den folgenden Tagen gibt es feste Programmsäulen: Das „Blaue Atelier“, Musikaktionen, Schreibwerkstätten, Bewegungsangebote wie FitFlowMotion oder Walking im Grünen sowie tägliche Kochaktionen. Mittags und abends wird gemeinsam gegessen. Gerade dieses gemeinsame Kochen und Essen soll aus dem Festival mehr machen als eine bloße Workshop-Reihe: Es geht um Begegnung, Austausch und darum, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen unkompliziert zusammenkommen können.

Das vorläufige Programm zeigt, wie breit die Blaue Zone den Begriff Kultur fasst. Angeboten werden unter anderem Siebdruck, Skizzen-Tagebuch, Heftebinden aus Altpapier, Land Art, Töpfern, Nistkästen bauen, ein Holzkurs für Frauen, Bierbrauen, eine Einführung in Fußreflexzonen-Massage, ein Kräuterangebot, Workshops zu Künstlicher Intelligenz sowie Gesprächsrunden unter Titeln wie „Wie will ich im Alter wohnen?“ und „Wie will ich im Alter leben?“. Auch Themen wie Körper, Lust und Selbstbestimmung oder alltagstaugliche Selbstfürsorge haben ihren Platz.

Am Abend wird das Sommercamp zur kleinen Sommerbühne. Dann stehen unter anderem Wildes Tanzen, Tablequiz, Open Stage, Bingo, West Coast Swing, ein Konzert der ZeWitches und ein offenes Kickertraining auf dem Plan. Am Sonnabend, 8. August, klingt das Festival mit einer Kochaktion und Brunch im Garten aus, bevor gemeinsam abgebaut und aufgeräumt wird.

Alle Angebote sind kostenlos. Unterstützung ist dennoch willkommen, etwa beim Auf- und Abbau, beim Kochen, am Infostand oder durch Spenden. Gefördert wird das Sommercamp von der Deutschen Fernsehlotterie, der SHannoverStiftung, der Bürgerstiftung Hannover, der Landeshauptstadt Hannover, der Region Hannover, der Stiftung Sparda-Bank Hannover und der PSD Bank Hannover. Kooperationspartner sind das PLATZprojekt, das Kulturzentrum Pavillon und Spokusa. Weitere Informationen gibt es online unter die-blaue-zone.de. Das vollständige Programm soll dort zeitnah veröffentlicht werden. RED
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