Letzter Blick in GEO600

Besichtigung des Zentralgebäudes von GEO600.Foto (Archiv): Knispel / Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik
Hannover. Ausflugstipp fürs Wochenende: Das Gravitationswellen-Observatorium GEO600 in Ruthe öffnet am Sonnabend, 4. Juli, zum letzten Mal für Besucher. Von 12 bis 16 Uhr ermöglichen das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, auch Albert-Einstein-Institut genannt, und das Institut für Gravitationsphysik der Leibniz Universität Hannover Einblicke in die Forschungsanlage nahe Sarstedt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Auf dem Detektorgelände können Interessierte mit Wissenschaftlern über den Stand der Gravitationswellen-Astronomie sprechen und die Messanlage besichtigen. Führungen werden nach Bedarf angeboten. Dabei geht es auch um die Rolle von GEO600 in der internationalen Forschung. Der deutsch-britische Detektor gilt als Entwicklungsort wichtiger Technologien, die unter anderem für die Empfindlichkeit der LIGO-Detektoren in den USA und des Virgo-Detektors in Italien Bedeutung haben. Zum Jahresende wird GEO600 seinen Betrieb einstellen.

Gravitationswellen wurden im September 2015 erstmals direkt gemessen. Seitdem sind mehr als 90 Signale beobachtet worden, die unter anderem von verschmelzenden Schwarzen Löchern und Neutronensternen stammen. Im laufenden vierten gemeinsamen Beobachtungslauf registrieren die beteiligten Detektoren nach Angaben der Veranstalter seit Ende Mai 2023 alle zwei bis drei Tage ein neues Signal aus dem All.

Hinweis zur Anreise: Das Gelände am Schäferberg in Sarstedt, Ortsteil Ruthe, ist mit dem Fahrrad über einen Abstecher vom Radwanderweg Grüner Ring erreichbar. Radfahrende können bis zum Zentralgebäude fahren. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, fährt bis zum Bahnhof Sarstedt und gelangt von dort per Taxi, Fahrrad oder zu Fuß weiter; die Strecke beträgt etwa vier Kilometer. Autos dürfen nicht bis zum Zentralgebäude fahren. Parkplätze stehen ausschließlich am Lehr- und Forschungsgut Ruthe der Tierärztlichen Hochschule Hannover zur Verfügung. Von dort führt ein rund ein Kilometer langer Fußweg entlang der Lasermessstrecke zum Observatorium. RED
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