Das Format „recht:zeitig“ will sich nicht im juristischen Elfenbeinturm einrichten. Der Podcast richtet sich an alle, die verstehen wollen, welche Rolle Recht in einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche spielt: an interessierte Bürgerinnen und Bürger, Journalistinnen und Journalisten, Studierende, Politikerinnen und Politiker sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angrenzender Disziplinen. Verhandelt werden Themen, die ohnehin längst Teil öffentlicher Debatten sind: Polarisierung, Populismus, Digitalisierung oder globale Machtverschiebungen.
Das Besondere daran ist der Anspruch, komplexe Rechtsfragen zugänglich zu machen, ohne sie plattzubügeln. Unterschiedliche Meinungen sollen ausdrücklich Platz haben. Der Podcast setzt auf produktiven Streit, respektvoll, fundiert und differenziert. Die Initiatorinnen formulieren es so: „Das Recht braucht Debatten – und Debatten brauchen Differenzierung.“ Mit „recht:zeitig“ wollen sie Räume schaffen, in denen schwierige rechtliche Fragen verständlich, kritisch und im Dialog verhandelt werden.
Für Susanne Beck liegt darin auch die besondere Stärke des Formats. „Ich freue mich auf den Austausch in tiefgehenden, verschiedene Perspektiven und Ansichten berücksichtigenden Gesprächen“, so Beck. In ihren ersten Folgen wird sie sich unter anderem mit zwei hochaktuellen Themen befassen: „Sicherheit vs. Zugehörigkeit – Migration als Herausforderung für das Recht“ und „Ungleiches Strafrecht: Privilegierung der Eliten als Gefahr für die Demokratie?“
Der Podcast ist mit einer Vorstellung der Gastgeberinnen und seiner Ausrichtung bereits auf allen gängigen Podcast-Plattformen gestartet. Die erste reguläre Folge erscheint am Donnerstag, 11. Juni, und widmet sich dem Thema Meinungsfreiheit. Zu Gast ist der Jurist und Journalist Ronen Steinke.
Dass ein Wissenschaftsverlag wie Nomos hinter dem Projekt steht, passt zum Anspruch des Formats. Die Nomos Verlagsgesellschaft zählt zu den führenden Wissenschaftsverlagen in den Rechts-, Sozial- und Geisteswissenschaften.