Die zusätzlichen Einsätze beginnen im Mai und konzentrieren sich auf die Sommermonate. Geplant sind sie insbesondere an Tagen mit erwartbar hohem Publikumsaufkommen – etwa rund um die „Finals“, den Regions-Entdecker-Tag oder die verkaufsoffenen Sonntage Anfang September. Die Termine wurden gemeinsam mit der City Gemeinschaft Hannover abgestimmt. Während der Schulferien verzichtet aha dagegen auf Zusatzschichten, weil dann mit weniger Betrieb in der Fußgängerzone gerechnet wird.
Nach Angaben der Stadtreinigung geht es vor allem darum, Verschmutzungen schneller zu beseitigen und die Aufenthaltsqualität im Zentrum sichtbar zu verbessern. Die Einsätze finden deshalb gezielt während der Hauptzeiten statt, wenn besonders viele Menschen in der Innenstadt unterwegs sind. Maschinen kommen dabei allerdings kaum zum Einsatz. In den stark frequentierten Bereichen arbeiten die Reinigungskräfte überwiegend mit Besen, Schaufeln und Handwagen. Zusätzlich werden Abfallbehälter häufiger geleert. Hintergrund ist die enge Bebauung der Fußgängerzone und das hohe Besucheraufkommen, bei dem größere Reinigungsfahrzeuge zu Staus, Lärm und Behinderungen führen würden.
„Unsere Teams sind genau dann verstärkt vor Ort, wenn das Besucheraufkommen am größten ist“, erklärt Simon Grabow, Leiter der Stadtreinigung von aha. Durch die manuelle Reinigung könne flexibel auf Verschmutzungen reagiert werden, ohne den Strom der Passanten zu beeinträchtigen.
Auch die Landeshauptstadt Hannover verbindet mit der Initiative mehr als nur ein sauberes Straßenbild. Finanz- und Ordnungsdezernent Axel von der Ohe sieht in der Maßnahme einen Beitrag zur Attraktivität und zum Sicherheitsgefühl in der Innenstadt. Eine gepflegte City sei die „Visitenkarte“ der Stadt und entscheidend dafür, dass Menschen sich dort gern aufhielten, einkaufen oder ihre Freizeit verbringen wollten. Stadtverwaltung, Handel und Stadtreinigung arbeiteten deshalb eng zusammen.
Die neuen Tageseinsätze ergänzen die bereits laufende Nassreinigung in den Nachtstunden. Diese findet seit Ostern wieder regelmäßig an Werktagen zwischen 22 und 6 Uhr in dafür geeigneten Bereichen statt. Während nachts maschinell gereinigt werden kann, setzt aha tagsüber bewusst auf kleinere, flexible Teams. Die Stadtreinigung reagiert damit auch auf die wachsende Bedeutung der Innenstadt als Veranstaltungs- und Aufenthaltsort. Gerade an Wochenenden mit großen Events oder Einkaufsaktionen steigt die Zahl der Besucher deutlich an – und damit auch das Müllaufkommen.
Mit der zusätzlichen Präsenz will aha nicht nur sichtbare Verschmutzungen schneller beseitigen, sondern auch das Erscheinungsbild der City insgesamt aufwerten. Die Initiative ist zunächst für dieses Jahr geplant. Ob die zusätzlichen Reinigungen dauerhaft fortgeführt werden, dürfte auch davon abhängen, wie sich Besucherzahlen und Nutzung der Innenstadt weiter entwickeln.