Seit den Zeugnisferien organisieren die Achtklässler ihre Reise nahezu vollständig selbst. Jede und jeder aus der Gruppe hat dabei eine eigene Aufgabe übernommen: von der Routenplanung über die Spendersuche bis hin zur Organisation des Tagesablaufs. Unterstützt werden sie lediglich im Hintergrund von Eltern und Schule.
„Unser Projekt ist unser Beitrag zum Naturschutz“, sagt Schülerin Marlene Pünjer, die stellvertretend für die Gruppe spricht.
Die Idee hinter der Tour entstand aus dem Wunsch, gemeinsam etwas Sportliches zu unternehmen und dabei gleichzeitig etwas Sinnvolles für die Umwelt zu tun. Jeden Tag wollen die Jugendlichen mit ihren Fahrrädern Strecken im Harz zurücklegen und möglichst viele Kilometer sammeln. Für jeden gefahrenen Kilometer hoffen sie auf Unterstützerinnen und Unterstützer, die einen kleinen Betrag spenden. Auch freie Wunschspenden sind möglich.
Das gesammelte Geld soll dem Verein „Göttingen pflanzt“ zugutekommen, der sich für nachhaltige Aufforstungsprojekte in der Harzregion engagiert. Besonders persönlich ist das Projekt für Marlene: Ihre Familie hat bereits mehrfach bei Pflanzaktionen des Vereins mitgeholfen.
Die Vorbereitung auf die Tour läuft bereits seit Wochen. So fahren die Schülerinnen und Schüler möglichst oft gemeinsam mit dem Fahrrad zur Schule und haben auch schon erste längere Strecken getestet. Für die gesamte Woche stehen den Jugendlichen lediglich zehn Euro pro Person und Tag zur Verfügung, finanziert von ihren Eltern. Luxus spielt bei diesem Projekt keine Rolle, vielmehr geht es um Gemeinschaft, Eigenverantwortung und Durchhaltevermögen. Übernachten wird die Gruppe in der Erlebnisscheune Mechtshausen, die ihnen kostenfrei eine Unterkunft zur Verfügung stellt.
Während ihrer Reise möchten die Jugendlichen ein Reisetagebuch führen und ihre Erfahrungen später in der Schule präsentieren. Große touristische Highlights stehen dabei gar nicht im Vordergrund. „Das Hauptziel ist es, Kilometer zu sammeln und auf den Wald im Harz aufmerksam zu machen“, erklären die Schülerinnen und Schüler.
Noch werden Unterstützerinnen und Unterstützer gesucht, die das Projekt mit einer Kilometer-Spende oder einem festen Betrag begleiten möchten. Ebenso freut sich die Gruppe über Menschen, die ihre Aktion weiterverbreiten, etwa über soziale Netzwerke, WhatsApp-Statusmeldungen oder E-Mail-Verteiler.