Insgesamt 25 EU-Badestellen an 23 Seen gehören in der Region Hannover zur offiziellen Überwachung. Kontrolliert wird mindestens alle 30 Tage. Dabei untersucht der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover das Wasser auf zwei wichtige Keimarten: Intestinale Enterokokken und Escherichia coli. Die Proben werden im regionseigenen Labor ausgewertet. Zusätzlich messen die Fachkräfte direkt vor Ort Temperatur, pH-Wert und Sichttiefe des Wassers.
Besonderes Augenmerk gilt auch den Blaualgen. Sie können sich gerade in längeren Hitzeperioden rasch vermehren und gesundheitliche Beschwerden verursachen. Wird eine erhöhte Belastung festgestellt, warnt die Region vor dem Baden oder sperrt einzelne Bereiche zeitweise vollständig. Hinweise dazu finden Badegäste direkt an den Seen auf Schildern, außerdem veröffentlicht das Gesundheitsamt aktuelle Meldungen online.
Die gute Nachricht: Niedersachsenweit präsentieren sich die Badegewässer in sehr gutem Zustand. Von 274 Badestellen wurden 238 mit „ausgezeichnet“ bewertet, 27 gelten als „gut“, sieben als „ausreichend“. Keine einzige Badestelle erhielt die schlechteste Bewertung „mangelhaft“. Auch in der Region Hannover überwiegt die Bestnote: 21 der überwachten Badestellen wurden für die Saison 2026 mit „ausgezeichnet“ eingestuft.
Einige Seen schneiden etwas schwächer ab, bleiben aber weiterhin problemlos nutzbar. So gelten das Maschseebad in Hannover und der Waldsee Hämelerwald aktuell als „gut“. Verbessert hat sich die Wasserqualität an der Badeinsel im Steinhuder Meer, die nun ebenfalls die Einstufung „gut“ erreicht. In Mardorf am Steinhuder Meer wurde die Bewertung dagegen von „ausgezeichnet“ auf „gut“ herabgesetzt.
Ganz ohne Einschränkungen läuft die Saison allerdings nicht an. Der Große Teich an den Ricklinger Kiesteichen in Hannover ist derzeit wegen erhöhter Blaualgenkonzentrationen gesperrt. Am Franzsee in Neustadt-Mandelsloh verhindert aktuell ein zu niedriger Wasserstand den Badebetrieb.
Die Region bietet eine breite Auswahl vom klassischen Strandbad bis zum Natursee:
■ Altwarmbüchener See (Hannover/Isernhagen)
■ Birkensee (Laatzen)
■ Blauer See (Garbsen)
■ Franzsee (Neustadt-Mandelsloh) aktuell kein Badebetrieb
■ Hufeisensee (Isernhagen)
■ Irenensee (Uetze)
■ Kirchhorster See (Isernhagen)
■ Lohnder Kiesteich (Seelze)
■ Maschsee (Hannover)
■ Natelsheidesee (Wedemark-Bissendorf)
■ Ricklinger Kiesteiche (Hannover) mit aktueller Sperrung am Großen Teich
■ Silbersee (Langenhagen)
■ Sonnensee (Hannover-Misburg)
■ Springhorstsee (Burgwedel)
■ Steinhuder Meer mit Badestellen in Mardorf und auf der Badeinsel Steinhude
■ Strandbad Hemmingen
■ Waldsee Hämelerwald (Lehrte)
■ Waldsee Krähenwinkel (Langenhagen)
Wer vor dem Ausflug prüfen möchte, wie die aktuelle Lage am Lieblingssee aussieht, sollte einen Blick in den Badegewässer-Atlas des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes werfen. Dort lassen sich tagesaktuelle Warnungen, Wasserqualitäten und weitere Informationen zu Ausstattung, Parkmöglichkeiten oder Sanitäranlagen abrufen. Auch das Bäderportal der Region Hannover informiert laufend über Einschränkungen oder Badeverbote, liefert aber auch Wissenswertes rund um mögliche Akitvitäten am und im Wasser.
Gerade bei hochsommerlichen Temperaturen lohnt sich vor dem Badetag ein kurzer Blick ins Netz, denn Blaualgen tauchen manchmal schneller auf als das Handtuch ausgebreitet ist.