Der Käfer als Symbol

Mensch und Maschine: Die Bilder widmen sich dem VW Käfer und der damit verbundenen Kultur.Foto: Irving Villegas
Hannover. Der hannoversche Fotograf Irving Villegas widmet dem VW-Käfer eine Ausstellung mit persönlicher und gesellschaftlicher Perspektive. Unter dem Titel „Läuft“ werden bis Sonnabend, 6. Juni, im Kwartier Nord Fotografien, Collagen und Archivmaterial aus Mexiko gezeigt.

Im Mittelpunkt steht der sogenannte „Vocho“, wie der VW-Käfer in Mexiko genannt wird. Villegas betrachtet das Fahrzeug dabei nicht nur als Fortbewegungsmittel, sondern als Symbol für kulturelle Identität und gesellschaftlichen Wandel. Seine Arbeiten verbinden deutsche Industriegeschichte mit dem Alltag in Mexiko und greifen Fragen nach Herkunft, Migration und Erinnerung auf. Die Ausstellung vereint analoge und digitale Fotografien mit Fundstücken aus Archiven und von Märkten in Mexiko-Stadt. Zu sehen sind unter anderem Aufnahmen von Menschen mit ihren Fahrzeugen sowie die neunteilige Serie „Durch das Fenster“, für die Villegas Szenen aus einem fahrenden VW-Käfer heraus fotografierte. Die Bilder zeigen Straßensituationen und Alltagseindrücke aus Mexiko und verdichten sich zu einem Blick auf urbane Lebenswelten.

Irving Villegas wurde 1982 in Mexiko geboren und lebt heute überwiegend in Hannover und Berlin. In seiner Heimat arbeitete er ab 2005 für Zeitungen, Nachrichtenagenturen und Nichtregierungsorganisationen. Nach seinem Umzug nach Deutschland studierte er Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover. Inhaltlich beschäftigt er sich in seinen Arbeiten häufig mit Migration, kollektiver Erinnerung und dem Leben zwischen verschiedenen kulturellen Prägungen.

Die Ausstellung ist jeweils sonnabends von 12 bis 15 Uhr im Kwartier Nord, Asternstraße 25, geöffnet. Der Eintritt ist frei. RED
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