Neue Förderung für Zweiten Bildungsweg

Hannover. Wer seinen Schulabschluss nachholen möchte, soll künftig bessere Bedingungen vorfinden: Die Landeshauptstadt Hannover begrüßt eine neue Finanzierungsregelung des Landes Niedersachsen, die ab 2026 erstmals die sogenannten Nichtschülerprüfungen im Zweiten Bildungsweg unterstützt. Damit beteiligt sich das Land an den Kosten für Organisation und Durchführung – ein Schritt, der die Bildungsangebote vor Ort nachhaltig sichern soll.

Bislang wurden viele dieser Aufgaben ohne zusätzliche Vergütung geleistet. Nun stellt das Land jährlich insgesamt zwei Millionen Euro bereit, um Bildungseinrichtungen zu entlasten und ihre Arbeit besser abzusichern. Kultusministerin Julia Willie Hamburg betont, dass damit insbesondere Menschen unterstützt werden, die ihren Schulabschluss nicht im regulären Bildungssystem erwerben konnten – etwa aufgrund von Brüchen in der Bildungsbiografie oder nach einer Zuwanderung.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Volkshochschule Hannover. Sie bietet seit Jahren Vorbereitungskurse für Schulabschlüsse an und begleitet jährlich rund 130 Teilnehmende auf diesem Weg. Mit der neuen Regelung werden die bislang vor Ort getragenen organisatorischen Aufwände künftig anteilig durch das Land refinanziert.

Gleichzeitig bleibt die Sicherung und Weiterentwicklung des Angebots eine gemeinsame Aufgabe von Land und Kommune. Die Förderung ist zunächst auf zwei Jahre angelegt und soll anschließend ausgewertet werden. Ziel bleibt, möglichst vielen Menschen den Zugang zu einem Schulabschluss zu ermöglichen.

RED
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