Der Aufsichtsrat der Üstra hat den Jahresabschluss 2025 nun gebilligt. Neben den steigenden Fahrgastzahlen fällt auch das wirtschaftliche Ergebnis besser aus als erwartet. Insgesamt liegt es um 7,9 Millionen Euro über der Planung. Grund dafür sind vor allem höhere Tarifeinnahmen sowie zusätzliche Erlöse durch ein neues bundesweites Aufteilungsverfahren beim Deutschlandticket. Unterm Strich bleibt dennoch ein Defizit von 97,1 Millionen Euro.
Die Einnahmen aus Fahrkartenverkäufen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen – von 120,1 auf 137,2 Millionen Euro. Auch die Preiserhöhung beim Deutschlandticket von 49 auf 58 Euro zeigte keine negativen Auswirkungen auf die Nachfrage. Im Gegenteil: Besonders das Deutschlandticket als Jobticket entwickelte sich positiv. Ende 2025 nutzten mehr als 112.000 Menschen im Üstra-Verbund ein entsprechendes Angebot.
Investiert wurde im vergangenen Jahr vor allem in die Infrastruktur. Ein Schwerpunkt lag auf dem Ausbau der Ladeeinrichtungen für Elektrobusse, in den rund 4,4 Millionen Euro flossen. Darüber hinaus wurde die „ sprinti“-Flotte für das Umland um zehn Kleinbusse erweitert, WLAN-Angebote für Fahrgäste ausgebaut und das neue Zentrallager in Badenstedt mit moderner Technik ausgestattet.
Neben Technik und Infrastruktur steht auch das Personal im Fokus. Im Jahr 2025 beschäftigte die ÜSTRA im Durchschnitt 2.615 Mitarbeitende, darunter mehr als 100 Auszubildende. Der Frauenanteil stieg weiter auf 22,2 Prozent.
Mit aktuell 351 Stadtbahnwagen und 157 Bussen ist die ÜSTRA täglich im Einsatz. Dass immer mehr Menschen dieses Angebot nutzen, unterstreicht aus Sicht des Unternehmens die Bedeutung eines leistungsfähigen und attraktiven öffentlichen Nahverkehrs – gerade vor dem Hintergrund wachsender Anforderungen an Mobilität und Klimaschutz.