Hier setzte Louafi zur EXPO 2000 erste prägende Akzente und gestaltete in den Jahren danach zahlreiche weitere Projekte im Stadtgebiet, darunter den Welfengarten, die Operngärten und den Platz der Menschenrechte. Die Ausstellung ist daher nicht nur eine internationale Werkschau, sondern auch ein persönlicher Rückblick auf mehr als 35 Jahre Arbeit zwischen Europa, dem Orient und Algerien.
Gezeigt werden realisierte Parks und Plätze ebenso wie Entwürfe und Visionen, die nie umgesetzt wurden. Skizzen, Fotografien und Installationen machen Louafis charakteristische Handschrift sichtbar: das Zusammenspiel von orientalischen und okzidentalen Gestaltungselementen, das immer wieder neue Perspektiven eröffnet. Besonders eindrucksvoll sind dabei die raumgreifenden, schwebenden Formen, die Besucherinnen und Besucher dazu einladen, eigene Bilder eines idealen Gartens zu entwickeln – als Ort der Ruhe, des Austauschs und der Verständigung.
Ein Begleitprogramm vertieft diese Perspektiven und lädt zum Mitdenken und Mitdiskutieren ein. So geht es beim Diskussionsabend „Vielfalt der Gärten“ am Mittwoch, 29. April, ab 18 Uhr im Bürgersaal um die Frage, wie Menschen unterschiedlicher Herkunft in (Klein-)Gartenanlagen zusammenkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einen ganz anderen Zugang eröffnet die Führung „Der letzte Garten – Räume der Stille“ am Freitag, 8. Mai, um 15 Uhr auf dem Stadtfriedhof Ricklingen (Treffpunkt am Haupteingang). Hier wird der Friedhof als besonderer Gartenraum in den Blick genommen; eine Anmeldung ist per E-Mail an umweltkommunikation@hannover-stadt.de nötig.
Der Besuch der Ausstellung sowie aller Veranstaltungen ist kostenlos. Sie kann zu den Öffnungszeiten des Bürgersaals im Neuen Rathaus besucht werden.