Was zunächst unwahrscheinlich schien, wurde am Tag nach dem Feuer sichtbar. „Es ist schon ein kleines Wunder“, sagt Schulleiter Martin Preisigke von der Grundschule Beuthener Straße. „Wir waren sehr überrascht, als wir am Tag nach dem Brand gesehen haben: Da bewegt sich noch was. Wir freuen uns deshalb sehr, unsere Schulfische in neuer Umgebung wieder bei uns zu haben.“
Geborgen wurden die Tiere Ende November. Nicht die Flammen selbst stellten die größte Gefahr dar, sondern der Ausfall der Technik. „Eigentlich sind das Tropenfische – als wir sie geborgen haben, lag die Wassertemperatur bei nur drei Grad“, erklärt ein Mitarbeiter von Schreiber Aquaristik, der die Rettung und Pflege übernahm. Mit Ruhe, Futter und sorgfältiger Betreuung erholten sich die Tiere schrittweise.
Auch ihr neues Zuhause entstand nicht über Nacht. Pflanzen mussten anwachsen, die Wasserwerte sich stabilisieren. Inzwischen ist das Aquarium vollständig eingerichtet und um weitere Tiere ergänzt. Noch vor den Ferien konnten sich die überlebenden Fische an die neue Umgebung gewöhnen.
Für die Kinder wurde das Wiedersehen nach den Ferien zu einem besonderen Moment. Viele blieben neugierig vor dem Aquarium stehen, beobachteten die Tiere – und erlebten, wie aus einer Katastrophe eine unerwartete Geschichte des Überlebens wurde.