Studio Bo entstand in den 1970er Jahren in Hannover und bewegte sich zwischen Deutschland und Schweden. Die Firma spezialisierte sich auf Möbel- und Türgriffe aus Glas, die zunächst in kleinen schwedischen Manufakturen gefertigt wurden. Später erwarben die Gründer eine eigene Glashütte auf der Insel Öland in der Ostsee. Dort stellten zwei Glasbläsermeister die Produkte her.
Der Name des Unternehmens verweist auf den damaligen Zeitgeist, der die kreative Entwurfsphase handwerklicher Arbeit betonte. Zugleich greift er einen Teil des Familiennamens der Gründer auf, dessen Ursprung im Französischen liegt und sinngemäß mit „schön“ übersetzt werden kann.
Einige der charakteristischen Glasgriffe haben bis heute Bestand. So finden sich in Geschäften im Hamburger Hanseviertel noch kugelförmige Exemplare aus Klarglas an Ladentüren.
Die Ausstellung in Hannover präsentiert eine private Sammlung schwedischer Glaskunst. Gezeigt werden unter anderem mundgeblasene Schalen, Vasen, Karaffen, Trinkgläser, Parfümfläschchen und Schmuckstücke. Auch Briefbeschwerer, Obelisken aus Glas sowie einzelne Möbelgriffe sind zu sehen.
Geöffnet ist die Ausstellung „Glaskonst“ in der Handwerksform Hannover, Berliner Allee 17, dienstags bis freitags von 12 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 12 bis 17 Uhr. Eine zusätzliche Öffnung erfolgt im Rahmen der Europäischen Kunsthandwerkstage am Sonntag, 12. April, von 12 bis 17 Uhr. Führungen werden am Dienstag, 14. April, sowie am Dienstag, 28. April, jeweils um 17 Uhr angeboten. Der Eintritt ist frei.handwerksform.de