Lesen - für viele Menschen bedeutet das Entspannung. Dazu braucht es aber auch die richtige Umgebung. In Hannover muss man danach nicht lange suchen: Diese neun Orte im Stadtgebiet bieten das perfekte Ambiente für ein ausgiebiges Lektüre-Erlebnis.
In Hannover gibt es zahlreiche offene Bücherschränke. Oft entstehen sie aus umgebauten Telefonzellen oder Regalen. Das Konzept ist einfach: Alle Menschen dürfen umsonst Bücher hineinstellen oder sie mitnehmen. Manche dieser Schränke befinden sich an besonders einladenden Orten. Am Neustädter Markt in der Calenberger Neustadt steht der Bücherschrank beispielsweise auf dem Hof der evangelisch-lutherischen Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis. Der Kirchhof ist umringt von Bäumen und Bänken - bei gutem Wetter der ideale Leseplatz.
Wer es besonders ruhig, aber auch zentral mag, findet in der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Bibliothek an der Waterloostraße 8 den richtigen Platz zum Lesen. Auf drei Etagen gibt es dort Literatur aus den verschiedensten Bereichen – und dazwischen zahlreiche Lese- und Arbeitsplätze. Der Lesestoff geht dort sicher nicht aus: Die Bibliothek besitzt mehr als 1,7 Millionen Medieneinheiten, die meisten davon sind Bücher.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 19 Uhr, Samstag 10 bis 15 Uhr.
Romane, Ratgeber und Fachliteratur, aber auch Noten, Filme und andere Unterhaltungsmedien gehören zum Bestand der Stadtbibliothek Hannover an der Hildesheimer Straße 12. Auf jeder der insgesamt fünf Etagen findet man dort Lese- und Lernplätze. Im vierten Stock gibt es einen größeren Sitzbereich mit guter Aussicht auf die Stadt.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 19 Uhr, Samstag 11 bis 19 Uhr, Sonntag 11 bis 16 Uhr.
Im Jahr 1951 fand im Stadtpark, südlich des Hannover Congress Centrums, die erste Bundesgartenschau statt. Nun ist der Park kostenfrei zugänglich. Zwischen Skulpturen, Pavillons und Fontänen, die in den Sommermonaten von 15 bis 17 Uhr aktiv sind, kann man es sich dort zum Lesen gemütlich machen. Ein Vorteil: Für Besucherinnen und Besucher stehen frei bewegliche Stühle und Liegen zur Verfügung.
Öffnungszeiten: März bis September 9 bis 21 Uhr, Oktober bis Februar 8 bis 19 Uhr.
Ein Café inmitten von Büchern: Auch das gibt es in Hannover. Im „Café des Lesens“ bei Hugendubel an der Bahnhofstraße 14, kann man direkt nach dem Bücherkauf bei Kaffee und Kuchen in der neuen Lektüre versinken. Wer einen Platz am Fenster ergattert, hat von dort zudem eine gute Aussicht auf Hannovers Innenstadt.
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10 bis 20 Uhr.
Auch zahlreiche andere Cafés in Hannover laden zum ausgiebigen Schmökern ein. Einen schönen Platz findet man beispielsweise in der „Menagerie“ am Kötnerholzweg 47 A. Bei gutem Wetter kann man dort auch draußen sitzen und im Schatten einer großen Linde Kaffee und Kuchen genießen – etwas abseits vom Lärm und Verkehr der nahegelegenen Limmerstraße. Ebenfalls gemütlich sitzt man im Café „Panea“ an der Lister Meile 56. Mit einem größeren Sitzbereich im Freien und einem Innenbereich auf zwei Ebenen kann man sich dort seinen Lieblingsleseplatz aussuchen.
Öffnungszeiten:
„Menagerie“: Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr.
„Panea“: Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr. Dienstags geschlossen.
Jedes Jahr im Frühling erwacht der Georgengarten erneut zum Leben. Studierende bevölkern dann den Park in der Nordstadt, Familien mit Kindern treffen sich dort zum Picknick, andere nutzen die Grünflächen zum Joggen oder Fahrradfahren. Einen ruhigen Platz zum Lesen findet man im Georgengarten trotzdem. Der Park ist 56 Hektar groß – das entspricht etwa 80 Fußballfeldern. Der Georgengarten ist Teil der Herrenhäuser Gärten, ebenso wie der Berggarten. Auch dort gibt es zahlreiche Leseplätze.
Öffnungszeiten: Der Berggarten öffnet ganzjährig um 9 Uhr. Die Schließzeiten variieren je nach Jahreszeit zwischen 16.30 und 20.00 Uhr. Der Georgengarten ist jederzeit frei zugänglich.
Maschsee, Kiesteiche, Ihme, Leine: Wer einen Leseplatz am Wasser sucht, wird in Hannover auf jeden Fall fündig. Ein Tipp: Entlang der Leine und des Leineabstiegskanals Richtung Limmer gibt es zahlreiche Sitzgelegenheiten direkt am Fluss.
Laut dem Statistischen Bundesamt lesen Menschen in Deutschland im Schnitt 27 Minuten pro Tag. Warum also nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln lesen, um dem Buch etwas mehr Zeit im Leben einzuräumen? Und mal ehrlich: Wer saß nicht schon mit Lektüre in der Bahn, in der Hoffnung, dass andere auf die Buchauswahl aufmerksam werden? Was, wenn daraus ein spannendes Gespräch entsteht? Oder sogar eine Freundschaft? Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden.