Saisonstart: Viel neues im Zoo
Neue Tiere, neue Shows und Attraktionen: Von der Schleichkatze bis zum großen Kletterballon

Lebensräume im Wandel: Bei der neuen Tierpräsentation geht es um die Beziehung von Mensch und Tier im Wandel der Zeiten. Foto: Erlebnis-Zoo Hannover
Hannover. Im Zoo Hannover hat bereits die Sommersaison begonnen. Zu diesem Zeitpunkt sind viele neue Tiere und Attraktionen in den Tierpark eingezogen. Bereits am Eingang erwartet die Besucher die erweiterte Themenwelt Sambesi. Dort lassen sich von einer neuen Aussichtsplattform aus Zebras, Gazellen und Antilopen beobachten.

Ebenfalls neu ist ein Pfad durch das „MitMachCamp“, das mit Lehrangeboten Kindern Tier- und Artenschutzthemen anschaulich vermitteln soll. Zurzeit liegt der Schwerpunkt auf dem Thema Vögel. Zoo-Geschäftsführer Andreas Michael Casdorff hat die Neuerungen vorgestellt.

Für Familien bietet sich die neue Streichelwiese an, auf der Ziegen und Schafe grasen. Gleich nebenan gibt es jetzt eine zehn Meter hohe Klettergelegenheit, die einem Heißluftballon nachempfunden ist.

Nachdem im Februar die Giraffenkuh Jamila gestorben war und die letzte Giraffe Niobe in den Tierpark nach Frankfurt umgezogen ist, um dort in einer Herde zu leben, hält der Zoo Hannover vorerst keine Giraffen mehr. Dafür gibt es neue Tiere. Da sind etwa die Binturongs, die zu den Schleichkatzen gehören und mit ihrem buschigen Greifschwanz auffallen. Ihr besonderes Merkmal: Das Öl der Schwanzdrüse verströmt einen Duft, der ein wenig nach Popcorn riecht. Zu den Binturongs im Dschungelpalast wird sich in dieser Saison noch die bedrohte Fischkatze gesellen.

Im Mai ziehen auch die kleinsten Otter der Welt in den Dschungelpalast ein. Die Asiatischen Zwergotter kommunizieren mit „20 verschiedenen Geräuschen vom Pfeifen bis zum Quieken miteinander“, wie Casdorff berichtet. In Meyers Hof sorgen Frettchen für Abwechslung. Daneben sind bedrohte Japaner-Kaninchen eingezogen, die durch ihre schwarz-gelbe Fellfärbung auffallen.

Neuzugang im Amphibium, in dem Besucher Frösche, Salamander und Molche beobachten können, ist der Orangeaugen-Laubfrosch. Dieser sei „durch Lebensraumverlust und einen tödlichen Hautpilz bedroht, der nur Amphibien befällt“, erklärt der Zoo-Chef. Daher wolle der Zoo zur Erhaltung dieses Frosches beitragen.

Die neue Tierpräsentation „Lebensräume im Wandel“ in Yukon Bay, der Themenwelt zum kalten Norden, beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Mensch und Tier im Wandel der Zeiten. Es wird dabei auch thematisiert, welche Rolle Zoos spielen können, um Mensch und Tier zu schützen. Mit „Frag den Scout“ gibt es zudem eine spontan buchbare, 30-minütige Führung durch den Zoo. Veranstaltungen wie der „Late Zoo“ und „Zoo Vino“ laden an ausgewählten Sommertagen zu besonderen Abendbesuchen ein.

Der Eintrittspreis für ein sogenanntes Early-Bird-Ticket beträgt für Erwachsene 15,50 Euro, für Kinder 9,70 Euro. Eine Jahreskarte für Erwachsene kostet 101 Euro, für eine Familie 224 Euro.

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