Dabei steht auch die Frage im Fokus, wie sich deren Ausbreitung im Zuge des Klimawandels verändert. Nach Angaben der Initiatoren sind Zecken inzwischen nicht mehr nur saisonal aktiv, sondern ganzjährig anzutreffen. In Deutschland sind derzeit rund 20 Zeckenarten bekannt. Zudem werden zunehmend Arten festgestellt, die ursprünglich in südlicheren Regionen Europas beheimatet sind. Dazu zählt auch die sogenannte Wiesenzecke, die insbesondere für Hunde gefährlich sein kann, da sie die teils tödlich verlaufende Babesiose überträgt.
Nach jedem Aufenthalt in der Natur sollten der eigene Körper und das Haustier nach Zecken abgesucht werden. Vorhandene Zecken unbedingt zunächst entfernen und dann erst fotografieren. Für die wissenschaftliche Auswertung des Citizen-Science-Projekts sind möglichst genaue Angaben wichtig. Professor Christina Strube von der Tierärztlichen Hochschule Hannover, die seit Jahren an Zecken forscht, erklärt dazu: „Um die Ausbreitung zu beobachten, brauchen wir möglichst viele Beobachtungsdaten und Fotos. Die Fotos sind wichtig, da es nicht leicht ist, die Arten zu unterscheiden. Am besten sollten die Zecken von der Ober- und Unterseite fotografiert werden, damit wir sie identifizieren können.“ Die gesammelten Daten sollen helfen, die Ausbreitung der Zecken besser nachzuvollziehen und Risiken für Mensch und Tier genauer einzuschätzen.
Zecken melden: nabu-naturgucker-beobachtungen.de/