Hochschulpräsident Josef von Helden freut sich besonders über ein wieder wachsendes Interesse am Maschinenbau. Insgesamt gingen für das Sommersemester 228 Bewerbungen für Bachelor- und Masterstudiengänge in der Sparte ein. Vor einem Jahr waren es 149 Bewerbungen.
Die mangelnde Begeisterung für den Maschinenbau traf in den vergangenen Jahren auch andere Hochschulen. Die HsH hat ihre Maschinenbau-Studiengänge deshalb zum Winter 2025 überarbeitet und modernisiert. Robotik, Automatisierung und Künstliche Intelligenz in der Produktion nehmen nun einen größeren Stellenwert ein. Womöglich zahlt sich das jetzt aus.
Neu aufgestellt hat die Hochschule auch ihre Bachelorstudiengänge für Bioverfahrenstechnik. Aus drei wurden zwei Angebote gemacht. Außerdem sind sie jetzt mit dem Maschinenbau verzahnt. Die Anzahl der Bewerbungen für die beiden neuen Studiengänge „Biotechnologie und Umwelttechnik“ sowie „Lebensmitteltechnologie und Verpackungstechnologie“ hat sich im Vergleich zum alten Angebot verdreifacht. „Sie kommen richtig gut an“, sagt von Helden.
Besonders begehrt ist weiterhin der Bachelorstudiengang Soziale Arbeit. Auf 109 Studienplätze für Anfänger kamen 285 Bewerbungen. In der Regel ist der Andrang zum Wintersemester, wenn die meisten Studierenden starten, sogar noch höher.
Das Interesse an Betriebswirtschaftslehre ist unerwartet zurückgegangen. In dem zulassungsbeschränkten Studiengang wird die Hochschule deshalb nicht alle Plätze belegen können. In den vergangenen Jahren hatte sie ihr Angebot im Bereich BWL aufgestockt. „Schwankungen gibt es immer. Generell haben sich unsere Zahlen stabilisiert“, sagt Hochschulpräsident von Helden. Insgesamt hat die HsH rund 9.000 Studierende. Die endgültige Zahl der Erstsemester steht bisher nicht fest. In der Regel nimmt die Hälfte der Bewerber in den zulassungsfreien Studiengängen den Platz tatsächlich an.