Als die Cheerleaderinnen der Volcanos Fire zurück in Deutschland waren, krachte direkt der Alltag rein. Mittwochs erst am Flughafen gelandet, rief am nächsten Tag schon wieder die Schule. „Ich weiß gar nicht, ob es alle morgens geschafft haben“, sagt Trainerin Azin Meyer. Eine Woche war die Gruppe aus Gleidingen in den USA, um an ihrem ersten internationalen Wettkampf teilzunehmen. Nach der Ankunft in Ontario (Los Angeles) folgte allerdings direkt eine Enttäuschung. Die Volcanos waren das einzige internationale Team in ihrer Kategorie – und damit ohne Konkurrenz. Organisation und Finanzierung sind für Mannschaften außerhalb der USA eine Menge Arbeit mit großen Herausforderungen. „Davon haben wir uns aber nicht beirren lassen“, sagt Meyer. „Die Mädels haben super abgeliefert.“
Im Vorfeld hatten Trainerin und Mannschaft ein klares Ziel ausgerufen: Hit Zero. Also eine Performance ohne Fehler. Gesagt, getan. Am ersten der beiden Wettkampftage lieferten die Cheerleaderinnen direkt ab und holten über 91 Prozentpunkte. „Da waren wir selbst überrascht“, sagt Meyer.
Mit viel Motivation im Gepäck schraubten die Volcanos am zweiten Tag noch an der Gesamtbewertung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Im Vergleich mit der nationalen Konkurrenz auf dem gleichen Level erreichten sie den zweiten Platz. Mit 0,05 Punkten Abstand auf den Erstplatzierten. „Wir haben Deutschland auf amerikanischem Boden richtig gut vertreten“, bilanziert Meyer.
Mitfinanziert von der NP-Sportstiftung sammelte das Team eine Menge Erfahrungen und erfuhr tolle Gastfreundschaft. Die Unterstützung der amerikanischen Teams war ebenso groß wie der Support aus Deutschland. „Die Nachrichten kamen aus allen Ecken. Ganz Gleidingen hat mitgefiebert“, sagt Meyer. Die Gruppe der 11- bis 16-Jährigen ist noch einmal ein weiteres Stück zusammengewachsen. „Die haben sich geholfen und unterstützt, wo es nur ging“, sagt Meyer. Für die Volcanos Fire war es der letzte Wettkampf in dieser Zusammensetzung, denn einige Cheerleaderinnen steigen ins nächste Level auf. Der Wettkampf war der perfekte Abschluss: „Das“, sagt Meyer, „wird keiner so schnell vergessen.“