Auch die beiden zentralen Ausstellungen haben wieder ihre Türen geöffnet. Die Naturpark-Scheune in Steinhude empfängt von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 12 bis 17 Uhr Besucherinnen und Besucher. Interaktive Stationen zeigen dort die Lebensräume von Meerbruch und Wald. Im Kinobereich folgt eine Dokumentation heimischen Tierarten wie Fischadler oder Sumpfschildkröte durch die Jahreszeiten. Auch das Naturpark-Haus am Mardorfer Ufer ist geöffnet – zunächst von Freitag bis Sonntag jeweils von 12 bis 17 Uhr, ab Mittwoch, 1. April, zusätzlich mittwochs und donnerstags. Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Moore vom Handtorfstich über den industriellen Abbau bis zur Renaturierung. Der Eintritt in beide Häuser ist frei.
Draußen im Gelände beginnt parallel ein vielseitiges Programm. Zu den auffälligsten Angeboten gehören zwei lange Nachtwanderungen rund um das Steinhuder Meer. Outdoor-Trainerin Brinja Weiglein führt Teilnehmende auf einer 31 Kilometer langen Strecke durch die Dunkelheit. Für die Touren in der Nacht von Sonnabend, 28. März, auf Sonntag, 29. März, sowie von Sonnabend, 19. September, auf Sonntag, 20. September, sind Ausdauer und Trittsicherheit gefragt. Wer sich darauf einlässt, erlebt das Gebiet fernab des Tagestrubels – unter Sternenhimmel und mit ganz anderen Geräuschen aus der Natur.
Praktische Fähigkeiten stehen bei einem Survival-Kurs mit Naturpark-Ranger Hauke Zirfas im Juni im Mittelpunkt. Dabei geht es um Fragen, die in freier Natur plötzlich wichtig werden können: Wie lässt sich ohne Feuerzeug ein Feuer entfachen? Welche Pflanzen liefern essbare Nahrung? Und wie entstehen aus Brennnesseln haltbare Seile? Der Kurs verbindet Wissen über Natur und Überlebenstechniken mit praktischen Übungen.
Auch vertraute Reihen bleiben im Programm. Die Ranger-Sprechstunde findet von April bis November jeweils am letzten Sonntag des Monats am Aussichtsturm „Neue Moorhütte“ statt. Dort beantworten Ranger Fragen zu Landschaft, Tierwelt und Schutzmaßnahmen im Naturpark. Ab Freitag, 22. Mai, führen außerdem wieder regelmäßige Exkursionen ins Tote Moor. Umweltpädagogin Elke Bohn erläutert bei den rund zweistündigen Touren, welche Bedeutung Moore für den Klimaschutz haben und welche seltenen Pflanzen und Tiere dort leben.
Neu im Kalender sind mehrere Formate, die Naturerlebnis mit persönlicher Entwicklung verbinden. Resilienz-Trainerin Susanne Kunz lädt am Sonnabend, 2. Mai, und am Donnerstag, 17. September, zu sogenannten Natur-Auszeiten ein. Dabei stehen Übungen im Mittelpunkt, die helfen sollen, die eigene Widerstandskraft im Alltag zu stärken. Ebenfalls neu sind Termine zum sogenannten Nature Journaling. Unter Anleitung der Naturpark-Mitarbeiterinnen Dagmar Schmidt und Anja Fischer halten Teilnehmende Eindrücke aus der Landschaft zeichnerisch oder schriftlich fest. Drei Termine sind für April, Juni und September vorgesehen.
Der neue Ranger im Team, Uwe Halbach, widmet sich bei seinen Exkursionen der Bestimmung von Bäumen und Sträuchern. Im Laufe des Jahres zeigt er, wie sich Arten an Blättern, Knospen oder Rinde erkennen lassen. Gleichzeitig geht es um Fragen der Klimastabilität von Wäldern und um den Einfluss verschiedener Baumarten auf den Bodenwasserhaushalt.
Wer das Gebiet lieber auf zwei Rädern erkundet, findet ebenfalls mehrere geführte Touren. Rolf Kirchner steuert mit Gruppen unter anderem Storchennester an, besucht die historische Steinhuder-Meer-Bahn und die Windmühle Paula oder führt zur Teichwirtschaft Poggenhagen. Die Termine verteilen sich über die Monate von April bis September.
Auch Familien gehören zur Zielgruppe vieler Veranstaltungen. Waldpädagogin Sina Kruse organisiert Bastelaktionen für Kinder in Begleitung. Am Mittwoch, 11. März, dreht sich alles um den Specht: Die Kinder lernen den Vogel kennen und bauen Klanghölzer, mit denen sich das typische Trommeln nachahmen lässt. Am Ostersonntag, 5. April, entstehen Mooshasen und geflochtene Körbe. Einen Tag später, am Ostermontag, 6. April, widmet sich eine Sonderausstellung im Naturpark-Haus Mardorf dem Biber. Biber-Experte Holger Machulla beantwortet Fragen zu Lebensweise und Bedeutung der Tiere.
Ein weiteres Familienangebot verbindet Umweltbildung mit einer Geschichte: Beim Workshop „Folgen wir Flipsi“ am Dienstag, 24. März, begleiten Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter ein Eichhörnchen durch den Naturpark und erfahren dabei, wie Müll vermieden und Ressourcen geschont werden können.
Auch künstlerische Perspektiven auf die Landschaft sind Teil des Programms. Malbegleiterin Tanja Repenning organisiert in den Oster-, Sommer- und Herbstferien Aquarellkurse. Ausgangspunkt ist jeweils eine Exkursion im Naturpark. Motive werden unterwegs fotografiert oder skizziert und später als Aquarell umgesetzt.
Der Naturpark wird darüber hinaus auch außerhalb seines Gebietes präsent sein. Während der Landesgartenschau in Bad Nenndorf informiert er von Montag, 13. Juli, bis Sonntag, 19. Juli, im Pavillon der Regionen über Landschaft, Projekte und Angebote.Das vollständige Programm mit allen Terminen, Preisen und Anmeldemöglichkeiten ist online abrufbar: naturpark-steinhuder-meer.de