Ausstellung: Mütter im Blick

Ausstellung im Bürgersaal:„Mensch.Mutter.Mut.“Foto: LHH
Hannover. Im Bürgersaal des Neuen Rathauses ist noch bis Dienstag, 24. März, die Ausstellung „Mensch.Mutter.Mut“ zu sehen. Die Stadt Hannover präsentiert dort künstlerische Arbeiten von Schülerinnen und Schülern der IGS Roderbruch sowie des Gymnasiums Goetheschule. Im Mittelpunkt steht die gesellschaftliche Rolle von Müttern und die Frage, wie Mutterschaft heute wahrgenommen und gelebt wird.

Entstanden ist das Projekt im Fachbereich Gesellschaftliche Teilhabe der Stadt in Zusammenarbeit mit den beiden hannoverschen Schulen. Die Ausstellung beleuchtet drei miteinander verbundene Ebenen weiblicher Identität: den Menschen als eigenständige Persönlichkeit, die Rolle als Mutter und den Mut, der sich in Fürsorge, Neubeginn, Widerstand und Selbstbehauptung zeigen kann. Zugleich richtet sie den Blick auf die Beziehungen zwischen den Generationen und darauf, wie sich Erwartungen und Erfahrungen rund um Mutterschaft verändern.

Zu sehen sind zwei künstlerische Werkserien. Schülerinnen und Schüler der IGS Roderbruch haben dokumentarische Schwarz-­Weiß-Porträts von Müttern und ihren Kindern erstellt. Die Fotografien zeigen Momente von Nähe und Distanz und thematisieren sowohl Verbundenheit als auch den Prozess des Loslassens. Das Gymnasium Goetheschule beteiligt sich mit gemalten Darstellungen von Händen. Die Porträts rücken die Hände von Müttern als Symbol in den Mittelpunkt und verweisen auf Arbeit, Fürsorge, Belastung und Zuneigung.

Organisiert wird die Ausstellung von der Stelle für Demokratiestärkung und gegen Rechtsextremismus. Dort wird Mutterschaft bewusst auch als politische Frage betrachtet, etwa im Hinblick auf Teilhabe, Gleichstellung und gesellschaftliche Sichtbarkeit. Das Projekt versteht sich zugleich als Beitrag zur politischen Bildung und will zur Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebensrealitäten anregen.

Geöffnet ist die Ausstellung im Neuen Rathaus, Platz der Menschenrechte 1, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. RED
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