Große Formate, wilde Farbspiele, mitunter abstrakte Motive aus Flora und Fauna… „Die Ausstellung heißt ‚Lebensfreude‘ und genau das drückt sie aus“, sagte Hausleitung Kerstin Schumacher bei der Vernissage im Johanniter-Quartier Kirchrode vor wenigen Tagen. Karin Oppermanns Bilder sind zurzeit in den Gemeinschaftsbereichen der Wohnanlage mit Service zu sehen. Zur Eröffnung waren viele interessierte Mieterinnen und Mieter gekommen.
Die Künstlerin stellte ihre Werke vor und beantwortete neugierige Fragen zu ihrer Technik: Mit dem Bügeleisen trägt sie heißes Wachs auf Leinwände auf. Enkaustik nennt sich die Wachsmalerei, die schon im alten Ägypten zu finden war. „Ich gehe intuitiv vor“, so Karin Oppermann. Sie lasse sich von den Materialien, Farben und spontanen Ideen leiten. Ausdrucksstarke Arbeiten entstehen so, die an spirituelle Symbole erinnern. Davon zeugen auch kurze Texte zu jedem Bild, die Karin Oppermann mit dem Programmheft verteilte. Zum Bild „Lotus“ heißt es dort etwa: „Die Lotusblume überwindet den schlammigen Grund, aus dem sie emporwächst und trägt wunderschöne Blüte. So steht sie sinnbildlich für den Weg aus dem Leid.“ Die Künstlerin lebt und arbeitet in Giesen und in ihrem Atelier im Kunsthaus Nordstemmen.
Dienststellenleiter Stefan Sawade zeigte sich beeindruckt von der Ausstellung: „Kunst zu betrachten kann uns ganz neue Perspektiven geben. Wir sind stolz, dass wir das im Johanniter-Quartier möglich machen können.“
Die Mieterinnen und Mieter ließen sich gern darauf ein und schmiedeten schon erste Ideen für einen gemeinsamen Workshop, um die Enkaustik selbst einmal auszuprobieren. Einen herzlichen Dank sprachen Kerstin Schumacher und Stefan Sawade den Servicemitarbeiterinnen Lea Feltrup und Martina Caister aus. Sie hatten für einen runden Ablauf und Verköstigung gesorgt.