Hannover gilt als eine der Poetry-Slam-Hauptstädte Deutschlands. Unter anderem deswegen gab es nach 2017 den zweiten Zuschlag als Austragungsort für die Veranstaltung, die wahlweise „ein riesiges Klassentreffen der Szene und ein Feuerwerk aus Leidenschaft“ (Dichterin Antonia Josefa) oder auch „ein gewaltiges Branchentreffen“ sei, so Mit-Veranstalter Henning Chadde.
81 Dichterinnen und Dichter, die sich zum Teil noch in lokalen Vorentscheiden qualifizieren müssen, werden sich in neun Vorrunden miteinander messen, die jeweils besten drei in drei Halbfinalen und einem Finale. Hinzu kommen Teammeisterschaften. 16 Veranstaltungen sind es insgesamt im Rahmen des Dichterwettstreits.
Festivalzentrum und Austragungsort der Vorrunden wird das Kulturzentrum Faust. Die Halbfinale finden am 24. und 25. September ebenda sowie im Kulturzentrum Pavillon und in der Orangerie statt, die beiden Finalrunden im Theater am Aegi und nicht, wie beim vorigen Mal, im Opernhaus.
200.000 Euro beträgt der ungefähre Etat, finanziert über Eintrittsgeld und Förderinstitutionen wie der Stadt. Kulturdezernentin Eva Bender (SPD) sieht denn auch in der Veranstaltung einen weiteren Beleg dafür, dass Hannover „in ganz vielen Bereichen in Superlativen unterwegs ist“.
Sichtbar wird der Slam 2026 schon vor dem eigentlichen Wettbewerb, zum einen durch eine Eröffnungsgala am 20. September im Pavillon, aber auch schon viel früher: Stadt, Stadtteilquartiere und der Veranstalter Live Literatur Hannover e.V. planen bereits für die Monate April, Mai und Juni ein umfangreiches Vorprogramm.
So soll es eine literarische Parade durch das innerstädtische Kulturdreieck geben, mit Veranstaltungen in den Quartieren, einem „Queer-Slam“ in der Schwulen Sau und einem Open-Air-Slam im Ihmepark. Die exakten Termine werden später bekanntgegeben. „Wir werden dafür sorgen, dass Hannover schön bunt ist“, verspricht Mitveranstalter Jörg Smotlacha.
Der Vorverkauf für den Wettbewerb hat bereits begonnen. Karten kosten bei unterschiedlichen Anbietern 10 bis 35 Euro.