Ein Grund für die Probleme sei unter anderem die Schnee- und Eisglätte. Deswegen hat das DRK zahlreiche Blutspendetermine absagen müssen. Beispielsweise fielen kürzlich wegen des Wintereinbruchs an einem Tag 15 von 22 geplanten Spendeterminen aus. Statt prognostizierter 1930 Spender kamen an diesem Tag nur 265 Menschen zum DRK.
Bereits zu Beginn des Jahres hatte das DRK einen deutlichen Rückgang der Spender registriert, erläutert der Sprecher. Grund seien die Feiertage mit einem reduzierten Terminangebot. Aktuell führt eine starke Grippe- und Erkältungswelle dazu, dass viele potenzielle Spenderinnen nicht erscheinen können.
Blutpräparate sind nur begrenzt haltbar und können nicht auf Vorrat produziert werden. Derzeit habe das DRK statt der sonst üblichen 10.000 Blutkonserven nur 7000 auf Lager. „Das ist zu deutlich wenig“, sagt der Sprecher. Bei einigen Blutgruppen reiche der Vorrat nur noch für 1,5 Tage. Auch im niedersächsischen Gesundheitsministerium macht man sich Sorgen. Man kenne die angespannte Lage, sagte ein Sprecher. Er appelliert an die Bevölkerung, die Möglichkeiten zu Blutspenden wahrzunehmen. Im Klinikum Region Hannover (KRH) reagierte man auf Anfrage noch gelassen. Es komme seit Ende vergangenen Jahres bei Blutprodukten zu Verknappungen, sagt eine Sprecherin. Dennoch sei die Versorgungslage im KRH stabil, es gebe keine Einschränkungen bei der Patientenversorgung.