Die Marienburg
soll ab Pfingsten wieder öffnen
„Maxton Hall“-Drehort wird wieder für Besucher
zugänglich – allerdings nur mit Ticketbuchung vorab

Hannover. Der Ansturm war einfach zu groß. Als die Marienburg im November ihre Tore öffnete, kamen so viele Menschen, dass weitere geplante Öffnungen an den Adventswochenenden abgesagt wurden: Der Andrang auf dem Schloss, das seit Monaten fast durchgängig für Besucher gesperrt ist, wäre nach Einschätzung der Verantwortlichen nicht zu bewältigen gewesen.

Jetzt aber gibt es neue Pläne für eine Öffnung des Welfenschlosses in Pattensen, das als Drehort der Erfolgsserie „Maxton Hall“ weltweit in den Fokus von Fans gerückt ist: Von Ende Mai an sollen bestimmte Bereiche des Schlosses, das derzeit im großen Stil saniert wird, an Wochenenden für Besucher zu besichtigen sein.

Die Stiftung Schloss Marienburg plant die erste Öffnung für die Pfingsttage (23. bis 25. Mai), wenn auf der Burg das Fantasyfestival Annotopia über die Bühne geht. Wie in früheren Jahren werden sich dabei vor allem vor den Außenmauern des Schlosses aufwendig kostümierte Fantasiegestalten tummeln. Stiftungsvorstand Mario Mathias Ohle will jedoch parallel dazu auch Führungen mit begrenzten Personenzahlen durch bestimmte Räume des Schlosses anbieten.

Er plant Rundgänge, die unter anderem durch Süd- und Westflügel führen sollen. Dort sind der Rittersaal, in dem viele „Maxton Hall“-Szenen gedreht wurden, sowie die sogenannte Bibliothek der Königin und der pittoreske Prinzessinnengang zu sehen. Allerdings müsste zunächst die Region Hannover als zuständige Baubehörde die Öffnung der eigentlich gesperrten Schlossräume genehmigen.

„Wir würden sicherstellen, dass sich im Innenhof maximal 200 Menschen aufhalten und jede Führung auf 40 Personen begrenzt ist“, sagt Ohle. Auf behördliches Betreiben sind die wichtigsten Räume des sanierungsbedürftigen Schlosses seit mehr als zwei Jahren gesperrt. Für die „Maxton Hall“-Dreharbeiten waren nach Einbau einiger Stützkonstruktionen Ausnahmegenehmigungen erteilt worden.

„Wir setzen alles daran, Schloss Marienburg möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen“, verspricht Stiftungsvorstand Ohle. Wer Pfingsten oder an den Wochenenden danach das Schloss besichtigen will, muss sich allerdings vorab online ein Ticket besorgen. So soll ein übergroßer Ansturm vermieden werden. Zudem ist geplant, neben dem öffentlichen Busverkehr am Fuße des Marienberges zusätzliche Parkplätze und einen Shuttleservice einzurichten. Preise für Eintrittskarten stehen noch nicht fest, auch einen Starttermin für den Ticketverkauf gibt es bislang noch nicht.

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