Weitere Arbeiten sind ab Sommer 2026 in der Oststadt in der Fridastraße, Lisbethstraße und An der Apostelkirche geplant. Zuletzt fertig geworden sind die Abschnitte Tannenbergallee (List) und Am Jagdstall (Vahrenheide). Die Stadt geht davon aus, dass die Veloroute 2 Richtung Langenhagen – bis auf einen Abschnitt in der Wöhlerstraße – 2026 fertig wird.
Das gilt auch für die Veloroute 9 nach Ricklingen. Bis auf Restarbeiten in der Stammestraße sind die Arbeiten entlang der Strecke abgeschlossen. Doch auch dort hat sich bereits viel getan. Die Stadt hat unter anderem Radwege verbreitert, neu asphaltiert und im Bereich von Einmündungen deutlich rot markiert. Sie kündigt an, dass das Projekt noch im ersten Quartal des Jahres fertig werden soll.Weitergehen soll der Ausbau der Veloroute 3 nach Bothfeld, Isernhagen-Süd und Lahe entlang der Eilenriede. Der Abschnitt zwischen Königinnendenkmal und Lister Turm ist bereits 2025 fertig geworden. Die Stadt hat den Radweg verbreitert, neu asphaltiert und mit Leuchten ausgestattet, die angehen, sobald sie von Radfahrerinnen und Radfahrern passiert werden. Das soll jetzt auch zwischen Lister Turm und Herrmann-Bahlsen-Allee umgesetzt werden.
An der Einmündung Waldstraße plant die Stadt eine Ampel, um die List an die Veloroute anzubinden. Neue Baumaßnahmen sind 2026 auch in Bothfeld geplant: Am Eulenkamp und in der Ebelingstraße, im Bothfelder Kirchweg, in der Gernsstraße sowie Im Heidkampe.
Der Abschnitt zwischen Kugelfangtrift und Bischof-von-Ketteler-Straße ist bereits fertig. Weitergehen soll der Ausbau der Radverbindung über die Burgwedeler Straße in Richtung Fasanenkrug.
Entlang der Veloroute 6 nach Bemerode mussten Anwohner, aber auch Radfahrerinnen und Radfahrer aufgrund von Sperrungen und Umleitungen 2025 viel Geduld mitbringen. Der Großteil der Strecke ist mittlerweile jedoch fertig. 2026 sollen die Arbeiten in der Bemeroder Straße und Alten Bemeroder Straße abgeschlossen werden.Die Veloroute 5 nach Anderten sowie die Veloroute 6 nach Laatzen waren schon zuvor nahezu fertig. Ein wichtiger Baustein auf der Route nach Laatzen waren zuletzt die Arbeiten am Parkplatz des Maschseestrandbades, wo die Stadt eine Autospur zugunsten eines breiteren Fuß- und Radwegs aufgab.
Für die Veloroute 4 nach Groß-Buchholz und Misburg sowie die Veloroute 11 Richtung Linden-Nord und Ahlem will die Stadt in die konkrete Planung einsteigen.
Die Planungen für die Veloroute 12 nach Garbsen sollen fortgesetzt werden. Anlieger der geplanten Velorouten 10 nach Badenstedt und Davenstedt sowie 7 durch die Südstadt nach Waldheim und Waldhausen müssen jedoch wohl noch einige Jahre warten, bis vor ihrer Haustür schnelle Radverbindungen entstehen.
Rückschläge sind bei den Fahrradstraßen zu verkraften. Ende 2024 hatten SPD, CDU und FDP im Bezirksrat Südstadt-Bult beschlossen, dass ein Großteil der Fahrradstraßen im Bezirk abgeschafft werden soll. In dem Streit mit der Stadt ging es vor allem um den Wegfall von Parkplätzen. Die Verwaltung wollte auf diesem Wege die Bedingungen für den Radverkehr in den Fahrradstraßen nach einem Gerichtsurteil zur Kleefelder Straße verbessern. SPD, CDU und FDP ging das zu weit.In der Akazienstraße, Kortumstraße und Großen Barlinge hat die Stadt nach dem Beschluss der Politik bereits die Fahrradstraßen abgeschafft. 2026 werden voraussichtlich die Fahrradstraßenschilder aus der Brehmstraße, Menschingstraße und Bürgermeister-Fink-Straße verschwinden. Neue Fahrradstraßen wird es allerdings auch geben. Sie entstehen in der Regel im Zuge des Ausbaus von Velorouten, unter anderem in der Alten Bemeroder Straße.
Zudem beabsichtigt die Stadt, in diesem Jahr die Planungen für weitere wichtige Projekte voranzutreiben, von denen der Radverkehr profitieren soll. Dazu gehören der Neubau der Dornröschenbrücke zwischen Linden-Nord und der Nordstadt sowie der Bau einer neuen Brücke über die Leine am Strandleben.
Außerdem die Sanierung der Radwege auf der Ostseite der Leine am Fuße des Bremer Dammes oder die Umgestaltung der Culemannstraße als wichtige Radwegeverbindung vom Maschsee in die Innenstadt. Einsteigen möchte die Verwaltung auch in die konkreten Planungen für ein Fahrradparkhaus im ehemaligen Tiefbunker unter dem Hauptbahnhof.