Video-Podcast macht Integration sichtbar

Logo Sichtbar zusammenQuelle: Kulturzentrum Faust
Hannover. Das Kulturzentrum Faust hat mit dem Projekt „Sichtbar zusammen“ einen monatlichen Video-Podcast gestartet, der gelungene Integrationsarbeit in Hannover in den Fokus rückt. Seit Mitte des Jahres erhalten Initiativen aus den Bereichen Integration und Inklusion regelmäßig eine öffentliche Bühne, um ihre Arbeit, Ziele und Herausforderungen vorzustellen. In rund halbstündigen Beiträgen werden Interviews, Veranstaltungs-Mitschnitte und Erfahrungsberichte kombiniert und über Plattformen wie YouTube, Spotify und Apple verbreitet.

Ausgangspunkt des Projekts ist die in den sogenannten Sozialen Medien geringe Sichtbarkeit vieler Vereine und Einzelinitiativen, die sich für ein friedliches Miteinander und gegen Rassismus und Ausgrenzung einsetzen. Während rechtspopulistische Akteurinnen und Akteure digitale Kanäle gezielt nutzen, fehle es zahlreichen Initiativen an Zeit und Ressourcen, um ihre Arbeit wirksam darzustellen, so die Initiatoren des Projekts. Die Folge: Sehr viele Erfolge der gelungenen Integration bleiben von der Öffentlichkeit unbeachtet und Vorurteile in der Gesellschaft bestehen.

„Sichtbar zusammen“ will diesem Defizit gezielt entgegenwirken. Neben der medialen Präsentation setzt das Projekt auf nachhaltige Unterstützung: Die teilnehmenden Initiativen erhalten eine professionelle, kostenfreie Schulung zur Stärkung ihrer Medienkompetenz. Ziel ist es, sie langfristig in die Lage zu versetzen, ihre Öffentlichkeitsarbeit selbstständig zu verbessern und Reichweiten auszubauen. Die bisher vorgestellten Projekte sind dabei ebenso vielfältig wie ihre Beteiligten und reichen von den Leinetalschulen über das Tolstoi Hilfs- und Kulturwerk Hannover bis hin zum Kollektiv Linden Legendz, das über die gemeinsame Musik Brücken baut.

Träger des Projekts ist das Kulturzentrum Faust. „Sichtbar zusammen“ ist auf drei Jahre angelegt und wird aus Mitteln des Bundesprogramms „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ gefördert, das im Auftrag des Bundesministeriums des Innern und für Heimat umgesetzt wird. RED

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