Lichtblick für Krebspatienten In fünf bis zehn Jahren könnte ein Wirkstoff auf dem Markt sein, der eine Metastasierung von Tumorzellen verhindert. Zwei MHH-Forscher erläutern im Interview, warum die Hoffnung nach ihrer Entdeckung groß ist – und wie es weitergeht.
Haben einen Wirkstoff entdeckt, der Tumorzellen an der Bildung von Metastasen hindert: Professor Dr. Georgios Tsiavaliaris und Doktorandin Despoina Kyriazi. Foto: Karin KaiserHannover. Ein MHH-Forschungsteam um Professor Georgios Tsiavaliaris, Leiter der Arbeitsgruppe Zelluläre Biophysik am Institut für Biophysikalische Chemie der Medizinischen Hochschule (MHH), legt Tumorzellen mit synthetischen Substanzen lahm und verhindert die Wanderung und Anheftung an andere Zellen. Dieser Eingriff lässt sich nutzen, um die Bildung von Metastasen zu verhindern. Prof. Tsiavaliaris und Doktorandin Despoina Kyriazi geben Einblicke in den komplexen Weg zu den vielversprechenden Forschungsergebnissen.
Herr Prof. Tsiavaliaris, Frau Kyriazi, gibt es Hoffnung für Krebskranke durch diesen Wirkstoff gegen Metastasenbildung?
Was genau kann der Wirkstoff bewirken?
Wie geht es nun weiter?
Von welchem Zeitfaktor ist denn auszugehen? Und was würden Erfolge in den Tiermodellen bedeuten?
Bestand Ihr Forschungsansatz darin, mit einer Substanz die Signalwege für eine Metastasenbildung zu blockieren?
Wenn diese Entwicklung ein Durchbruch in der Krebstherapie sein könnte, wann dürfen Betroffene denn mit einer Zulassung des Medikaments, mit einer konkreten Therapie rechnen?
Sind Unterstützer bereits in Sicht?
Im optimalen Fall wäre das Thema Metastasierung dadurch erledigt?