Achtung, Schulanfänger unterwegs!
In wenigen Tagen ist Einschulung in Niedersachsen. Der angehende Erstklässler Max gibt Tipps für den sicheren Schulweg.

Max Weibel und Volkmar Lührs von der Verkehrswacht Region Hannover geben Tipps für den sicherenSchulweg.Foto: OliverGehrmann
Hannover. Max Weibel freut sich auf den Schulunterricht. Nach der Haigruppe im Kindergarten des Familienzentrums Bethlehem in Linden-Nord geht es für den Sechsjährigen nun in die Schule. Max besucht bald die Schildkrötenklasse der Grundschule Salzmannstraße. „Ich freue mich auf darauf“, sagt Max. „Ich bin jetzt ein richtiges Schulkind“, ergänzt er nicht ohne Stolz.

Zum Schulbesuch gehört für Max auch der Schulweg – und dazu gehört Übung. Das kennt Max schon. Sein Bruder Aron ist elf Jahre alt und hilft dem Sechsjährigen regelmäßig. So kann Max nun gemeinsam mit Volkmar Lührs von der Verkehrswacht Region Hannover allen Schulanfängern Tipps geben.

So weiß Max natürlich, wie man eine Straße sicher überquert. „Ich schaue erst nach links, dann nach rechts und wieder nach links“, sagt der Sechsjährige. Wenn kein Auto, Moped oder Radfahrer in Sichtweite ist, kann er die Straße zügig überqueren.

In Linden-Nord kommen mit der Stadtbahn, Bussen, Fahrrädern und Autos viele Herausforderungen zusammen.

Besonders aufmerksam muss Max darum am Zebrastreifen sein. „Am Zebrastreifen bleibt man erst stehen und schaut, ob wirklich alle anhalten“, sagt Max. Wenn die Autos stehen, sollte man zügig, aber ohne zu rennen über die Straße gehen. Man sollte ruhig bleiben. „Und man kann seine Hand ausstrecken.“

An der Limmerstraße gehen viele Menschen trotz roter Ampeln. Max stört das nicht wirklich. Er bleibt einfach stehen. „Man geht erst bei Grün”, sagt er. Und man sollte schauen, ob die Autos aus wirklich stehen. Und wenn die Ampel plötzlich auf Rot springt und man noch auf der Straße ist, geht man zügig zur anderen Gehwegseite.

Viele Kinder kommen auf ihrem Schulweg an Ein- und Ausfahrten vorbei. An der Erderstraße erklärt Max, wie man sich am besten verhält. Er schaut zunächst vorsichtig um die Ecke und streckt zur Sicherheit seinen Arm aus. So können ihn Autofahrer besser sehen.

Auch an einer Bushaltestelle gibt es bestimmte Regeln zu beachten. „Man sollte erst die Menschen aussteigen lassen“, sagt Max. Außerdem sollte man nicht drängeln, wenn der Bus kommt. Volkmar Lührs von der Verkehrswacht gibt zu bedenken, dass man auf keinen Fall über die Straße rennen soll, weil man noch den Bus bekommen möchte.

Viele Autos sind mittlerweile größer als Kinder. Oft versperren parkende Fahrzeuge die Sicht. Max geht darum langsam zwischen den Autos auf die Straße zu und streckt wieder seinen Arm aus, damit ihn die anderen Verkehrsteilnehmer besser sehen. Erst wenn die Straße frei ist, geht er zügig und kontrolliert über die Straße.

Max übt den Schulweg regelmäßig mit seinen Eltern und Bruder Aron. Verkehrsexperte Volkmar Lührs gibt letzte Tipps: „Wenn man mit einem Erwachsenen unterwegs ist, geht das Kind am besten nicht auf der Seite des Bordsteins“, sagt Lührs. Experten wie Lührs und das Team des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes Hannover und des ADAC sind sich einig, dass der Schulweg zu Fuß noch immer am sichersten ist. Man kann viel entdecken und Spaß dabei haben.



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