Im Winter grillen? Das kann man machen, etwa mit einem Gasgrill. Er ist sofort einsatzbereit und einfach zu bedienen. Allerdings darf auch ein Gasgrill bei Schnee und Eis nur draußen angeschmissen werden – und nicht in Garagen und Co. Darauf weist der Deutsche Verband Flüssiggas (DVFG) hin. „Ansonsten bestehen das Risiko einer Kohlenmonoxidvergiftung und Brandgefahr“, erklärt DFVG-Technikexperte Markus Lau.
Auch unter Pavillons oder Markisen haben Grillgeräte grundsätzlich nichts verloren, so die Aktion Das Sichere Haus (DSH). Denn die können durch Funkenflut leicht in Brand geraten.
Fürs Wintergrillen wählt man draußen dann am besten einen möglichst windgeschützten Standort - im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Denn eisiger Wind kann laut DFVG die Grilltemperatur erheblich beeinflussen und das Vorheizen deutlich verlängern. Richten Sie den Grill so aus, dass sich dessen Deckel gegen den Wind öffnen lässt. So trifft der Wind beim Öffnen auf die Rückseite des Deckels – und bewahrt das Grillgut besser vor dem Auskühlen. Steht der Grill im Wind, verlängert sich das Vorheizen.
Ein weiterer Tipp vom Experten: Halten Sie den Grilldeckel möglichst geschlossen – er hält die Hitze im Garraum. Häufiges Öffnen führt zu spürbaren Temperaturverlusten und verlängert die Grillzeit. „Der Deckel sollte nur zum Wenden des Grillguts geöffnet werden“, rätLau.
Achten Sie außerdem auf ausreichend Abstand zu den Hauswänden. Das ist nicht nur sicherer, es landen so auch keine unschönen Fettspritzer an den Hauswänden. Und: „Durch eine Vorab-Reinigung mit einer geeigneten Grillbürste lässt sich die Ausbrennzeit meist erheblich verkürzen und somit Energie sparen“, sagt Lau. Gerade im Winter lohne sich dies besonders.
Beim Wintergrillen sollte man dem DVFG zufolge übrigens eher auf Propangasflaschen als auf Kartuschen mit Butangas setzen. „Propan bleibt auch bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt gasförmig und gewährleistet einen stabilen Betriebsdruck für den Gasgrill“, sagtLau. Handelsübliche Propangasflaschen mit fünf, acht oder elf Kilogramm Füllgewicht gibt es etwa im Baumarkt; sie sind fürs Grillen bei kalten Temperaturen ideal. Die kleineren, blauen Butangaskartuschen dagegen sind laut Lau eher für den Einsatz beim Camping in den Sommermonaten geeignet. Der Grund: Butan verflüssigt sich bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt und baut nicht mehr genügend Druck auf.