Der Kalender ist ein Ergebnis dieser Arbeit. Das Stadtarchiv will die historischen Aufnahmen nicht nur erhalten und erschließen, sondern sie zugleich einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Unterstützung erhält es dabei von Ehrenamtlichen des FotoCafés. Bereits mit der monatlichen Reihe „Blick ins Archiv – Foto des Monats“ werden einzelne historische Motive über die sozialen Medien vorgestellt. Aus der Beschäftigung mit dem Bestand entwickelte sich schließlich die Idee, zusätzlich einen eigenen Kalender zusammenzustellen.
Stadtarchivar Manuel Schwanse stellte das Projekt beim diesjährigen Stadtempfang vor. Der große Bestand solle nicht ungenutzt im Archiv liegen, sagte er. Mit dem Kalender gebe es nun eine weitere Möglichkeit, die Geschichte Laatzens sichtbar zu machen und Interessierte in sämtlichen Ortsteilen zu erreichen.
Zusätzliche Unterstützung bei der Umsetzung gibt es seit September 2025. Seither arbeitet eine studentische Hilfskraft im Stadtarchiv mit. Nach Angaben Schwanses konnte das Kalenderprojekt dadurch neben den laufenden Aufgaben des Archivs verwirklicht werden.
Für die zwölf Monatsblätter wurden Motive aus Alt Laatzen, Laatzen-Mitte, Grasdorf, Rethen, Gleidingen und Ingeln-Oesselse ausgewählt. Jeder Ortsteil ist mit zwei Bildern vertreten. Hinzu kommt als Titelmotiv eine historische Aufnahme aus Alt Laatzen. Bei der Zusammenstellung orientierte sich das Archiv unter anderem daran, welche Themen bei der bisherigen Reihe „Blick ins Archiv“ besonders viel Interesse hervorgerufen hatten.
Der Kalender zeigt deshalb vor allem frühere Straßenzüge, Gebäude und markante Ansichten der einzelnen Orte. Menschen spielen auf den Bildern dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes sind Personen kaum zu sehen oder lediglich Bestandteil einer größeren Szenerie.
Bürgermeister Kai Eggert sieht in dem Kalender eine Möglichkeit, die unterschiedlichen Seiten der Laatzener Geschichte zu vermitteln. Er begrüßte, dass die im Archiv vorhandenen Aufnahmen auf diesem Weg öffentlich zugänglich gemacht werden.
Zunächst lässt die Stadt 200 Exemplare des historischen Fotokalenders herstellen. Er ist ab sofort für 10 Euro an der Information des Rathauses erhältlich. Die Einnahmen sollen wiederum der Arbeit mit historischen Beständen zugutekommen. Nach Angaben der Stadt sollen damit künftig weitere Projekte ermöglicht werden, die der Aufarbeitung und Vermittlung des Archivmaterials dienen.