Leine-Laden bleibt
Aktuelles zum Insolvenzverfahren der Leine-VHS: Second-Hand-Laden bleibt erhalten, übriger
Geschäftsbetrieb endet

Laatzen. Der Leine-Laden an der Hildesheimer Straße 37 in Laatzen bleibt trotz der Insolvenz der Leine-Volkshochschule Laatzen bestehen. Ein regionaler Träger übernimmt das Second-Hand-Geschäft und führt es am bisherigen Standort weiter. Für den übrigen Geschäftsbetrieb der Leine-VHS gibt es dagegen keine Fortführungsperspektive. Er wurde mit Ablauf von Freitag, 28. August, eingestellt.

Die Leine-Volkshochschule Laatzen gGmbH hatte rund zweieinhalb Monate zuvor wegen drohender Zahlungsunfähigkeit beim Amtsgericht Hannover die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Die Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochter der Stadt Laatzen. Der gerichtlich bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Björn von Gösseln reichte sein Gutachten am Donnerstag, 27. August, beim Amtsgericht ein. Danach ist eine Fortsetzung des VHS-Betriebs nicht möglich.

Ausgenommen ist der Leine-Laden. Dort bestehen derzeit 35 vom Jobcenter geförderte Arbeitsgelegenheiten nach Paragraf 16d des Zweiten Sozialgesetzbuches. Sie sollen länger arbeitslosen Leistungsberechtigten den Wiedereinstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt erleichtern. Zusätzlich sind dort zwei Beschäftigte tätig, deren sozialversicherungspflichtige Stellen nach Paragraf 16i gefördert werden.

VHS-Geschäftsführer Bastian Wegener zeigte sich erleichtert, dass dieser Bereich erhalten werden könne. „Ich bin dankbar, dass wir diesen Bereich der Leine-VHS retten und einen lückenlosen Übergang ermöglichen konnten“, erklärte er. Der Laden sei in Laatzen und darüber hinaus bekannt. Besonders wichtig sei, dass sowohl der Standort als auch eine Perspektive für die dort eingesetzten Menschen erhalten blieben.

Die übrigen Beschäftigten der Leine-VHS wurden über das Ende ihrer Arbeitsverhältnisse informiert. Wegener bedauerte die Schließung und verwies auf den langjährigen Einsatz der Mitarbeiter für Bildung, Integration und Teilhabe in Laatzen. Die noch laufenden Integrationsmodule konnten nach Angaben der Beteiligten bis zur Einstellung des Geschäftsbetriebs abgeschlossen werden.

Auch Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Kai Eggert bedauerte das Ende der Leine-VHS. Er habe sich fünf Jahre lang für deren Erhalt eingesetzt. Nach Prüfung der Möglichkeiten sei eine Fortführung jedoch nicht mehr darstellbar gewesen. Positiv bewertete Eggert, dass zumindest der Leine-Laden weiterbesteht.

Wie Angebote der Erwachsenenbildung in Laatzen künftig organisiert werden, ist noch offen. Die Stadt prüft nach eigenen Angaben derzeit eine Zusammenarbeit mit anderen Bildungsträgern. Auch Angebote zur Integration und Teilhabe sollen weiterhin ermöglicht werden. RED
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