„Die Energiewende gelingt schneller, wenn Menschen sie nicht nur beobachten, sondern konkret mitgestalten können“, sagt Jens Palandt, Erster Regionsrat und Klimadezernent. Die Genossenschaft solle den Ausbau erneuerbarer Energien voranbringen und regionale Wertschöpfung in der Region halten.
Als erste Projekte kommen insbesondere Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden infrage. Die bestehenden Energiegenossenschaften in den Regionskommunen sollen als mögliche Gründungsmitglieder eingebunden werden. Über konkrete Projekte auf Flächen der Region oder ihrer Tochterunternehmen entscheiden weiterhin die zuständigen politischen Gremien. Eine Energiegenossenschaft wird von ihren Mitgliedern getragen. Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen können Anteile erwerben und damit Projekte wie Photovoltaikanlagen oder Windparks finanzieren. Dabei gilt das Prinzip „ein Mitglied, eine Stimme“ – unabhängig von der Höhe der Einlage. Bei wirtschaftlichem Erfolg sind Ausschüttungen möglich, eine Rendite ist jedoch nicht garantiert.
Die Region hat die Gründung seit einem Grundsatzbeschluss vom November 2025 vorbereitet. Nun soll ein Kreis von Gründungsmitgliedern gewonnen werden. Die Gründungsversammlung ist für Frühjahr 2027 geplant, anschließend folgen Prüfung und Eintragung ins Genossenschaftsregister.
Ein Geschäftsanteil kostet 500 Euro. Die Region beteiligt sich selbst mit zwei Anteilen. Wer sich als Gründungsmitglied engagieren oder Anteile vorzeichnen möchte, kann sich beim Fachbereich Energie und Klima informieren. Ansprechpartnerin Anne-Kristin Mathiszig ist unter Telefon (0511) 61621091 erreichbar.